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News von heute UN-Gesandte: 38 Menschen am Mittwoch bei Protesten in Myanmar getötet

Drei Soldaten in Tarnfleck beobachten mit Gewehren im Anschlag eine Demonstration in Kale, Myanmar
Sehen Sie im Video: Nach Schüssen auf Demonstranten in Myanmar wollen Asean-Außenminister vermitteln.




In Myanmar haben Sicherheitskräfte kurz vor Vermittlungsversuchen von Außenministern aus Anrainer-Ländern das Feuer auf Demonstranten eröffnet. In der Metropole Yangon versammelten sich Hunderte Gegner der Militärregierung hinter Barrikaden an verschiedenen Stellen der Stadt. "Wenn wir unterdrückt werden, wird es eine Explosion geben. Wenn wir geschlagen werden, schlagen wir zurück", skandierten die Demonstranten, viele mit Helmen und selbst gebastelten Schilden ausgerüstet. Die Polizei feuerte Blendgranaten auf die Kundgebungsteilnehmer ab. Zunächst gab es keine Hinweise auf Verletzte in Yangon. In Kale im Nordwesten des Landes wurden nach Augenzeugenberichten allerdings vier Menschen verletzt, als Sicherheitskräfte mit scharfer Munition in die Menschenmenge schossen. In einer Video-Konferenz wollten die Außenminister der Asean-Gruppe (Singapur, Philippinen, Indonesien, Thailand, Laos, Kambodscha, Malaysia, Brunei, Vietnam und Myanmar) den Generälen verdeutlichen, dass sie schockiert über die Gewalt seien, erklärte der Außenminister von Singapur, Vivian Balakrishnan. Mit Blick auf die entmachtete De-Fakto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi und die Junta in Myanmar erklärte er: "Sie müssen miteinander reden, und wir müssen helfen, sie zusammenzubringen." Einen Monat nach dem Militärputsch in Myanmar ist die festgesetzte Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi offenbar bei guter Gesundheit. So habe sie zumindest am Montag gewirkt, als sie bei einer Video-Gerichtsanhörung erschienen sei, sagte einer ihrer Anwälte. Die 75-Jährige war nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden, seit das Militär sie am 1. Februar als Regierungschefin des südostasiatischen Landes abgesetzt hatte.
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Aktuelle Top-Meldung:

UN-Gesandte: 38 Menschen am Mittwoch bei Protesten in Myanmar getötet

Bei Protesten gegen die Militärjunta in Myanmar sind am Mittwoch nach Angaben der UNO 38 Menschen getötet worden. Das Land habe somit den "blutigsten" Tag seit dem Militärputsch am 1. Februar erlebt, sagte die UN-Gesandte Christine Schraner Burgener bei einer Video-Pressekonferenz. Insgesamt seien seit Beginn der Proteste mehr als 50 Menschen getötet worden.

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Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 20.38 Uhr: Facebook lässt Polit-Werbung in den USA erstmals seit Wahl wieder zu +++ 

Facebook hebt den zur Präsidentenwahl verhängten Stopp von Werbung mit politischen Inhalten in den USA wieder auf. Von Donnerstag an könnten wieder Anzeigen unter anderem zu Wahlen und sozialen Themen geschaltet werden, kündigte das Online-Netzwerk an. Facebook hatte vor der Wahl im November unter anderem erklärt, mit der Werbepause wolle man "Verwirrung oder Missbrauch" vorbeugen.

+++ 20.03 Uhr: Belästigungsvorwürfe – New Yorks Gouverneur Cuomo lehnt Rücktritt ab +++ 

Nach Belästigungsvorwürfen mehrerer Frauen hat sich New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo erneut entschuldigt, einen Rücktritt aber abgelehnt. "Ich verstehe jetzt, dass ich mich auf eine Art und Weise verhalten habe, die dazu geführt hat, dass sich Menschen unangenehm fühlen. Das war nicht meine Absicht und ich entschuldige mich dafür ernsthaft und zutiefst", sagte der 63-Jährige am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. "Ich fühle mich schrecklich deswegen, und ehrlich gesagt ist es mir peinlich." Cuomo betonte zudem erneut, dass er "nie jemanden unangemessen berührt" habe.

Mit einer von New Yorks Justizministerin Letitia James eingeleiteten Untersuchung werde er voll kooperieren, versprach Cuomo - stellte aber gleichzeitig klar: "Ich werde nicht zurücktreten." Die Bewohner seines Bundesstaates New York rief Cuomo dazu auf, die Ergebnisse der Untersuchung abzuwarten, bevor sie sich eine Meinung bildeten. Drei Frauen hatten Cuomo, der 2018 für eine dritte Amtszeit gewählt worden war, zuvor vorgeworfen, sie in der Vergangenheit unangemessen berührt oder verbal bedrängt zu haben. Mehrere Politiker, darunter auch demokratische Parteikollegen, hatten den Gouverneur daraufhin zum Rücktritt aufgefordert.

+++ 19.27 Uhr: Terrorermittlungen nach Angriff in Südschweden +++ 

Nach einem Angriff in einer südschwedischen Kleinstadt mit wohl mehreren Verletzten ermittelt die Polizei wegen Terrorverdachts. Der Vorfall in Vetlanda werde mittlerweile als mutmaßliche Terrortat eingestuft, teilte die schwedische Polizei mit. Zunächst war wegen versuchten Mordes ermittelt worden. Für den Abend war eine Polizei-Pressekonferenz geplant.

Bei der Tat in Vetlanda rund 270 Kilometer südwestlich von Stockholm hatte ein Mann eine Reihe von Menschen mutmaßlich mit einer Stichwaffe angegriffen. Der junge Angreifer - mutmaßlich ein Einzeltäter im Alter von 20 bis 30 Jahren - wurde daraufhin von der Polizei angeschossen und festgenommen. Er kam verletzt in ein Krankenhaus. Das Tatmotiv war zunächst ebenso unklar wie die genaue Art der Waffe. Nach Polizeiangaben waren acht Menschen auf unterschiedliche Weise von dem Zwischenfall betroffen - über die Art ihrer möglichen Verletzungen wurden zunächst keine Angaben gemacht. 

+++ 19.23 Uhr: Zwei Auslandseinsätze der Bundeswehr verlängert +++ 

Die Bundeswehr beteiligt sich ein weiteres Jahr an der Beobachtungsmission der Nato im Mittelmeer sowie am UN-Einsatz im Südsudan. Der Bundestag verlängerte die beiden Mandate. Im Rahmen der Nato-Mission "Sea Guardian" wird der Mittelmeerraum mit Schiffen und Flugzeugen überwacht. Dies sei ein essenzieller Beitrag zur Bekämpfung von Terrorismus und Waffenschmuggel - etwa vor der Küsten Libyens, erklärte die SPD-Abgeordnete Daniela de Ridder. Mit derzeit 85 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten wird derzeit die Obergrenze von 650 Einsatzkräften aber bei weitem nicht ausgeschöpft. Darüber hinaus verlängerten die Parlamentarier den Bundeswehreinsatz im Südsudan. Die dortige UN-Mission UNMISS soll den Friedensprozess unterstützen und die Zivilisten im Land schützen.

+++ 18.48 Uhr: Angriff in Südschweden – Täter angeschossen und gefasst +++ 

In einer südschwedischen Kleinstadt hat ein Mann eine Reihe von Menschen mit einer mutmaßlichen Stichwaffe angegriffen und mehrere davon verletzt. Wie die schwedische Polizei erklärte, wurde der junge Angreifer in Vetlanda rund 270 Kilometer südwestlich von Stockholm angeschossen und festgenommen. Er kam verletzt in ein Krankenhaus. Das Tatmotiv war zunächst unklar. Die Polizei teilte mit, dass sie keine Anzeichen für einen terroristischen Zusammenhang sehe und den Vorfall als versuchten Mord einstufe. Es wird von einem Einzeltäter ausgegangen, der zwischen 20 und 30 Jahre alt ist.

Nach Polizeiangaben waren acht Menschen auf unterschiedliche Weise von dem Zwischenfall betroffen - über die Art ihrer möglichen Verletzungen wurden zunächst keine Angaben gemacht. Auch sind schwedischen Medienberichten zufolge acht Personen ins Krankenhaus gekommen. Innenminister Mikael Damberg sprach nach Angaben der Nachrichtenagentur TT in einer Mitteilung davon, dass mehrere Personen schwer verletzt worden seien. Berichte über Tote gab es nicht. Mit was für einer Waffe der Mann genau auf seine Opfer losging, wollte die Polizei nicht sagen, um so die Zeugen nicht zu beeinflussen.

+++ 18.25 Uhr: UN-Gesandte – 38 Menschen am Mittwoch bei Protesten in Myanmar getötet +++ 

Bei Protesten gegen die Militärjunta in Myanmar sind am Mittwoch nach Angaben der UNO 38 Menschen getötet worden. Das Land habe somit den "blutigsten" Tag seit dem Militärputsch am 1. Februar erlebt, sagte die UN-Gesandte Christine Schraner Burgener bei einer Video-Pressekonferenz. Insgesamt seien seit Beginn der Proteste mehr als 50 Menschen getötet worden.

Drei Soldaten in Tarnfleck beobachten mit Gewehren im Anschlag eine Demonstration in Kale, Myanmar

+++ 17.50 Uhr: Khashoggi-Prozess in Istanbul geht weiter +++ 

Im Fall des vor mehr als zwei Jahren brutal ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi geht am Donnerstag in Istanbul ein Prozess gegen 26 Angeklagte weiter. Hauptbeschuldigte sind ein ehemaliger enger Berater von Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman und der ehemalige stellvertretende Geheimdienstchef des Landes. Ihnen wird vorgeworfen, andere Angeklagte zu Mord unter Folter angestiftet zu haben. Alle Angeklagten sind saudische Staatsbürger. Das Gericht verhandelt in ihrer Abwesenheit.

+++ 17 Uhr: US-Behörden decken möglichen Plan für neue Attacke auf Kapitol auf +++

Die US-Behörden haben mögliche Pläne von Extremisten für einen neuen Angriff an diesem Donnerstag auf das US-Kapitol aufgedeckt. "Wir haben Geheimdiensterkenntnisse erhalten, die mögliche Pläne einer identifizierten Miliz für ein Eindringen in das Kapitol am Donnerstag, den 4. März, zeigen", erklärte die Kapitol-Polizei am Mittwoch in Washington. Die Polizei sei vorbereitet auf mögliche Bedrohungen "gegen Mitglieder des Kongresses oder gegen den Kapitol-Komplex".

+++ 16.41 Uhr: Nach Knicks vor Putin: Ex-Ministerin Kneissl soll in Rosneft-Gremium +++

Nach ihrem berühmten Knicks vor Kremlchef Wladimir Putin soll die frühere österreichische Außenministerin Karin Kneissl bei Russlands Ölkonzern Rosneft einen Posten im Aufsichtsrat bekommen. Die russische Regierung habe Kneissl als unabhängige Direktorin bei dem staatlichen Energieriesen vorgeschlagen, meldete die Staatsagentur Tass.

In dem Gremium hat Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) den Vorsitz. Rosneft wird von Putins engem Vertrauten Igor Setschin geführt. Zuletzt hatte Kneissl auch beim staatlichen Medienkonzern RT als Autorin angeheuert. RT steht als Propagandamaschine des Kreml in der Kritik.

Die 56 Jahre alte Politikerin hatte Putin als von der rechten FPÖ hofierten Ehrengast im Sommer 2018 zu ihrer Hochzeit eingeladen. Die Einladung Putins hatte national und international für Irritationen gesorgt. Nach einem Tanz machte Kneissl einen breit beachteten Knicks vor dem russischen Präsidenten.

Hier wird Alexej Nawalny seine Haft verbringen müssen 
Justizvollzugskolonie Nr. 2 der Föderalen Strafvollzugsbehörde der Region Wladimir, kurz IK 2: Hier wird Alexej Nawalny seine Haft verbringen müssen 
© Kirill Kallinikov/ / Picture Alliance

+++ 16.12: Merkel soll Ende April im Wirecard-Ausschuss aussagen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) soll Ende April als Zeugin im Untersuchungsausschuss zum Milliarden-Bilanzskandal beim früheren Dax-Unternehmen Wirecard aussagen. Ihre Aussage sei für den 23. April vorgesehen, erfuhr die Deutschen Presse-Agentur aus Ausschusskreisen. Einen Tag zuvor soll Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) aussagen. Die Zeugenaussage von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist für den 20. April geplant.

Das aufstrebende Fintech Wirecard hatte im vergangenen Sommer ein Bilanzloch von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und danach Insolvenz angemeldet. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft könnte es sich um jahrelangen Betrug und eine noch viel größere Summe handeln. Nach dem aufgedeckten Bilanzskandal flog Wirecard aus dem Dax. Weil der Skandal über Jahre unentdeckt blieb, stehen unter anderem die Finanzaufsicht Bafin und Wirtschaftsprüfer von EY in der Kritik. Merkel soll aussagen, weil sie sich auf einer Chinareise für Wirecard stark machte, obwohl es damals bereits - vor allem in Presseberichten - Zweifel an der Integrität des Unternehmens gab.

+++ 15.45 Uhr: Italienische Astronautin Cristoforetti fliegt erneut zur ISS +++

Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti fliegt im kommenden Jahr erneut zur Internationalen Raumstation ISS. Das kündigte die europäische Weltraumagentur ESA in Paris an. Für die 43-Jährige ist es bereits der zweite ISS-Aufenthalt. "Die ISS ist wie ein zweites Zuhause für mich", sagt e die frühere Luftwaffenpilotin Christoforetti. Viele Astronauten der ESA blickten aber schon "auf das nächste Ziel: den Mond". Die ESA peilt die erste Mond-Mission um das Jahr 2025 an.

Cristoforetti gilt seit ihrer Mission von 2014 bis 2015 als Rekordhalterin: Mit fast 200 Tagen im All ist die italienische Astronautin laut ESA die Frau, die sich bisher am längsten ununterbrochen im Weltraum aufgehalten hat.

+++ 15 Uhr: Starkes Erdbeben erschüttert Mittel- und Nordgriechenland +++

Ein starkes Erdbeben hat den gesamten Norden Griechenlands erschüttert. Tausende Einwohner rannten auf die Straßen, wie das Staatsfernsehen (ERT) und Nachrichtenportale der betroffenen Regionen berichteten. Das Beben hat nach Angaben des geodynamischen Instituts von Athen eine Stärke von 6. Das Zentrum des Bebens lag etwa zehn Kilometer unter der Erdoberfläche in der Region der Kleinstadt Tyrnavos. Der Erdstoß war auf dem gesamten Festland Griechenlands zu spüren, auch in Athen.

Polizei und Feuerwehr sowie die Lokalbehörden suchten nach Schäden oder Verletzten, berichtete das Staatsfernsehen. "Das Beben war sehr stark und es hat lang gedauert", sagte der Regionalgouverneur Kostas Agorastos im Staatsfernsehen. Angaben über Verletzte gebe es zunächst nicht, fügte er hinzu. Die Bevölkerung in der Stadt Larisa nahe des Bebens wurde aufgefordert, in den folgenden zwei Stunden die Häuser nicht zu betreten, weil dem ersten Beben bereits zwei starke Nachbeben der Stärke 5 gefolgt sind.

+++ 14.51 Uhr: 20 Festnahmen bei großangelegter Drogen-Razzia +++ 

Bei einer grenzüberschreitenden Drogen-Razzia haben Ermittler unter anderem des Landeskriminalamts Niedersachsen 20 Menschen festgenommen. Zu den Festnahmen kam es im Großraum Hannover, im Raum Celle, in Halle in Sachsen-Anhalt, Hamburg und Lettland, wie das Landeskriminalamt mitteilte. Zeitgleich seien 65 Objekte durchsucht worden. Die Ermittler werfen den mehr als 40 Beschuldigten vor, in wechselnder Beteiligung seit mindestens 2017 tonnenweise Drogen aus Südeuropa eingeführt und in Deutschland verkauft zu haben. Neben Cannabisprodukten hätten die Täter "in erheblichem Umfang" Kokain aus Südamerika eingeschmuggelt. 

News von heute: UN-Gesandte: 38 Menschen am Mittwoch bei Protesten in Myanmar getötet

+++ 14.39 Uhr: Hilfsschiff "Sea-Watch 3" darf Bootsmigranten nach Sizilien bringen +++

Das private Hilfsschiff "Sea-Watch 3" darf 363 aus Seenot gerettete Bootsmigranten in Sizilien an Land bringen. Das teilte die Organisation Sea-Watch mit Sitz in Berlin auf Twitter mit. Italien habe dem Schiff den Hafen von Augusta in der Nähe von Syrakus auf der Mittelmeerinsel zugewiesen. Dort wurde das Schiff am Abend erwartet. Wie die Anlandung genau ablaufen sollte, wusste eine Sprecherin der Organisation zunächst nicht. Das Schiff hatte die Menschen bei mehreren Einsätzen aus kleinen Booten auf See aufgenommen. Diese starten in großer Zahl aus dem nordafrikanischen Bürgerkriegsland Libyen in Richtung Europa.

+++ 14.14 Uhr: Zwei Festnahmen bei neuer Großrazzia in Hessen gegen Schwarzarbeit am Bau +++

Mit einer Großrazzia sind Ermittler in Hessen am Mittwoch erneut gegen Schwarzarbeit im Baugewerbe vorgegangen. Zwei Bauunternehmer im Alter von 52 und 58 Jahren wurden festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte. Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen 32 Beschuldigte. Ihnen werden das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen, Betrug und Steuerhinterziehung sowie Beihilfe dazu vorgeworfen. Ermittler schätzen den dadurch entstandenen Schaden auf mehr als sechs Millionen Euro. Neben den Betreibern von sogenannten Servicefirmen ermitteln die Behörden gegen die Verantwortlichen von drei Baufirmen aus dem Main-Taunus-Kreis, die als mutmaßliche Haupttäter und Drahtzieher eines Netzwerks von Bau- und Scheinfirmen gelten. 

Bei der Razzia wurden 45 Wohnungen, Geschäftsräume und Arbeiterunterkünfte in sechs Bundesländern durchsucht. Davon betroffen waren auch elf Scheinfirmen und Nachunternehmer. Schwerpunkt der Razzia war in Hessen, rund 400 Beamte waren im Einsatz. Die Beamten beschlagnahmten mehrere Computer und Smartphones.

+++ 13.38 Uhr: Deutschland schickt Bundeswehr-Fregatte ab Sommer in Indo-Pazifik-Raum +++

Zur Bekräftigung der außenpolitischen Linie im indo-pazifischen Raum will die Bundesregierung im Sommer eine Fregatte der deutschen Marine in die unter anderem an China grenzenden Gewässer entsenden. Das Kriegsschiff "Bayern" soll von Wilhelmshafen aus starten, wie ein Sprecher der Bundeswehr der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Berlin hatte im September neue Leitlinien für die künftige deutsche Außenpolitik in Asien beschlossen. 

Die sogenannten Indo-Pazifik-Leitlinien sehen vor, die Beziehungen zu den Ländern der Region, zu denen Schwergewichte wie China, Indien und Japan gehören, zu stärken. Der Indo-Pazifik-Raum war in den vergangenen Jahren Schauplatz zunehmender geopolitischer Spannungen. Für Konflikte sorgen etwa die Rivalität zwischen China und den USA und Pekings Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer. 

+++ 12.59 Uhr: Frankreich löst bekannteste Identitären-Gruppe auf +++

Die französische Regierung hat die bekannteste Identitären-Gruppe des Landes aufgelöst. Das Kabinett billigte das Verbot der rechtsextremen Gruppierung Génération identitaire, wie Innenminister Gérald Darmanin in Paris mitteilte. Die Gruppe trete wie eine "private Miliz" auf und rufe zu "Diskriminierung, Hass und Gewalt" auf, begründete dies Darmanin. Die Identitären stehen den französischen Rechtspopulisten von Marine Le Pen nahe. Der Innenminister hatte das Verbotsverfahren vor gut zwei Wochen auf den Weg gebracht. Zuvor hatten Mitglieder der Gruppe in den Pyrenäen versucht, Flüchtlinge vom Grenzübertritt von Spanien aus abzuhalten. Die Aktion stand wie frühere unter dem Motto "Defend Europe". 

+++ 12.56 Uhr: Italiens Polizei lässt Wett-Mafia mit deutschen Kontakten auffliegen +++

Die italienische Polizei ist bei einem Großeinsatz gegen eine Mafia-Bande vorgegangen, die Verbindungen nach Deutschland, Polen und Malta hatte. Gegen 23 Verdächtige seien Festnahmen oder andere juristische Maßnahmen veranlasst worden, teilte die Finanzpolizei in der sizilianischen Stadt Catania mit. Insgesamt richteten sich die Ermittlungen gegen über 300 Menschen. Es geht um Vorwürfe des illegalen Glückspiels über das Internet sowie um Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Betrug. Die Verdächtigen sollen zum Netzwerk des Santapaola-Ercolano-Clans der sizilianischen Cosa Nostra gehören.

+++ 12.45 Uhr: Trumps Ex-Sprecherin McEnany geht zu Fox +++

Die frühere Pressesprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, geht zum rechtskonservativen US-Sender Fox News. "Es ist mir heute eine besondere Freude, Kayleigh McEnany in der Fox-Familie willkommen zu heißen. Wir werden in Zukunft noch viel mehr von ihr sehen", sagte Moderatorin Harris Faulkner. Die 32-Jährige McEnany soll als politische Kommentatorin auftreten. Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte McEnany im April 2020 zu seiner Sprecherin gemacht, sie war seine vierte Sprecherin nach Sean Spicer, Sarah Huckabee Sanders und Stephanie Grisham. Mehrfach war ihr vorgeworfen worden, nicht die Wahrheit zu sagen. Bevor sie den Posten innehatte, arbeitete die Harvard-Absolventin unter anderem für den Sender CNN.

+++ 12.44 Uhr: Studie: Auch Tintenfische sind für bessere Belohnung zu warten bereit +++

Nicht nur Menschen, Schimpansen, Raben und Papageien bestehen den sogenannten Marshmallow-Test: Auch Tintenfische sind in der Lage, für eine größere Belohnung länger zu warten, statt sofort der Versuchung einer kleineren Belohnung zu erliegen. Das geht aus einer Studie von Wissenschaftlern der britischen Universität Cambridge hervor, die im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht wurde. Mit der Aussicht auf ein besonders schmackhaftes Weichtier nach einer Wartezeit waren die Tintenfische im Experiment in der Lage, sich bis zwei Minuten lang zu beherrschen und auf das schon vor ihnen liegende Essen zu verzichten. Die Psychologin Alexandra K. Schnell stellte fest, dass die Tintenfische, die am schnellsten lernten, bei dem anderen Experiment auch am längsten auf die begehrte Belohnung warten konnten.

+++ 12.42 Uhr: Kinder- und Jugendärzte befürchten mehr Kurzsichtigkeit +++

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) befürchtet einen Anstieg der Kurzsichtigkeit bei Kindern während der Corona-Pandemie. "Kinder und Jugendliche entwickeln in der Pandemie nicht nur psychische Probleme, nach der Pandemie werden wir auch sehen, dass viele von ihnen eine Sehschwäche entwickelt haben", teilte der Präsident des BVKJ, Thomas Fischbach, mit. Diese sei nicht heilbar und bleibe ein Leben lang. Grund dafür sei, dass Kinder und Jugendliche während des Corona-Lockdowns deutlich mehr Zeit mit Videospielen verbracht hätten. "Die Ursachen für die Zunahme von Kurzsichtigkeit bei Kindern sind schon lange bekannt. Kurz gesagt: Bildschirm statt Horizont, LCD statt Sonnenlicht", sagte Michael Achenbach, Pressesprecher des BVKJ.

+++ 12.40 Uhr: Verband: Immer mehr Ladestationen für Elektroautos +++

In Deutschland gibt es immer mehr öffentliche Ladepunkte für Elektroautos. Wie der Energieverband BDEW  mitteilte, sind mittlerweile 39.538 öffentliche Ladepunkte im Ladesäulenregister gemeldet. Jeder siebte davon ist ein Schnellladepunkt. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren lag die Gesamtzahl der Ladepunkte noch bei 7400. Die bestehenden Stromnetze seien schon heute in der Lage, die benötigte Strommenge für mehr als zehn Millionen Elektroautos zu transportieren. Gleichzeitig seien die öffentlichen Ladepunkte aber weit davon entfernt, voll ausgelastet zu sein. So liege die durchschnittliche Auslastung einer normalen Ladesäule bei einem Ladevorgang in fünf Tagen, bei Schnellladepunkten sei es ein Vorgang alle zwei Tage. Auch deshalb könne nicht allein die Zahl der öffentlichen Ladepunkte ein Kriterium für den Ausbau der Elektromobilität sein, sagte Andreae.

+++ 12.35 Uhr: 56-jähriger Chemnitzer nach Ermittlungen zu Seite trutzbund.org angeklagt +++

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat Anklage gegen einen 56-Jährigen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in 600 Fällen erhoben. Auf die Spur des Chemnitzers kam der Staatsschutz der örtlichen Kriminalpolizei bei langwierigen Ermittlungen im Zusammenhang mit der zwischenzeitlich vom Netz genommenen Internetseite trutzbund.org, wie die Polizei mitteilte. Der 56-Jährige soll einer der Initiatoren der Seite gewesen sein. Auf trutzbund.org sollen bundesweit agierende Nutzer rund zehntausend Beiträge mit staatsschutzrelevanten Inhalten verbreitet haben. Die Ermittler sprachen in diesem Zusammenhang von "kruden Ideen vom 'neuen Deutschen Reich'". Bei ihren seit 2018 laufenden und nun abgeschlossenen Ermittlungen stießen die Polizisten auf rund 60 Tatverdächtige im gesamten Bundesgebiet.

+++ 12.30 Uhr: Für Astronautin Cristoforetti ist die ISS wie zweites Zuhause +++

Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti freut sich auf ihren zweiten Flug zur Internationalen Raumstation (ISS). Sie fühle Freude und Dankbarkeit, sagte sie bei einer Online-Pressekonferenz der Europäischen Weltraumorganisation Esa. Die ISS sei eine Art "Zuhause fern von Zuhause". "Ich bin sehr glücklich und bereit, wieder in das Training einzutauchen, mit dem ich bereits begonnen habe." Cristoforetti soll im kommenden Jahr ins All starten - der genaue Zeitpunkt ist noch offen. Unklar sei bisher auch noch, wie lange sie im Weltraum bleiben werde - aber voraussichtlich um die sechs Monate, so die 43-Jährige.

+++ 12.29 Uhr: Für Mai Thi Nguyen-Kim ist Politik "fast synonym mit Phrasen" +++

Für die Wissenschaftsjournalistin und Moderatorin Mai Thi Nguyen-Kim ist Politik "fast synonym mit Phrasen". Sie würde "am liebsten Politiker im Wahlkampf dazu zwingen, eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, in der sie alles mit einer Fußnote belegen müssen", sagte die 33-Jährige der Wochenzeitung "Die Zeit". "Jede Ausschmückung wird rausgestrichen", fügte sie hinzu. Die Chemikerin ergänzte, dass sie wegen Corona "ein ganz neues Frustlevel" habe. Zu Beginn der Pandemie sei sie enthusiastisch gewesen, weil die Wissenschaft sehr viel öffentliche Aufmerksamkeit bekommen habe. "Dann hatte ich wirklich ein Down, weil mich so frustriert hat, was für ein Halbquatsch im Fernsehen geredet wird." Sie mache sich Sorgen um die "Informationskrise, in der wir uns befinden und die jede Krise, sei es eine Pandemie oder die Klimakrise, um ein Vielfaches verstärkt".

+++ 12.27 Uhr: Starkes Erdbeben erschüttert Mittel- und Nordgriechenland +++

Ein starkes Erdbeben hat den gesamten Norden Griechenlands erschüttert. Tausende Einwohner rannten auf die Straßen, wie das Staatsfernsehen (ERT) und Nachrichtenportale der betroffenen Regionen berichteten. Das Beben hat nach Angaben des geodynamischen Instituts von Athen eine Stärke von 6. Das Zentrum des Bebens lag etwa zehn Kilometer unter der Erdoberfläche in der Region der Kleinstadt Tyrnavos. Der Erdstoß war auf dem gesamten Festland Griechenlands zu spüren, auch in Athen. Polizei und Feuerwehr sowie die Lokalbehörden suchten nach Schäden oder Verletzten, berichtete das Staatsfernsehen. Angaben über Verletzte gebe es zunächst nicht, fügte er hinzu. 

+++ 12.21 Uhr: Kramp-Karrenbauer prüft juristische Schritte gegen KSK-Kommandeur +++

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer prüft nach den Vorfällen im Kommando Spezialkräfte (KSK) ein gerichtliches Disziplinarverfahren gegen Kommandeur Markus Kreitmayr. Über die Eröffnung habe sie zuständigerweise zu entscheiden, sagte die CDU-Politikerin im Verteidigungsausschuss des Bundestags, wie Teilnehmer der laufenden Sitzung der Nachrichtenagentur DPA erklärten. Kreitmayr habe wie jeder andere Soldat in der Bundeswehr Anspruch auf ein faires und transparentes Verfahren. Dem Brigadegeneral wird angelastet, dass seine Soldaten von März bis Mai vergangenen Jahres gehortete oder womöglich auch gestohlene Munition in Kisten ("Amnestie-Boxen") werfen konnten, ohne dass es Konsequenzen gab.

+++ 12.01 Uhr: Freispruch für Professor nach Äußerungen über Homosexuelle +++

In einem Berufungsprozess um Aussagen über Homosexuelle ist der Kasseler Biologie-Professor Ulrich Kutschera freigesprochen worden. Das Landgericht Kassel habe keinen Straftatbestand als erfüllt angesehen, teilte ein Sprecher mit. Nach Auffassung der Richter seien die Äußerungen des Professors von der Meinungsfreiheit gedeckt gewesen. In erster Instanz war dieser im vergangenen August vom Amtsgericht Kassel wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt worden. Kutschera hatte 2017 im Gespräch mit dem Internetportal kath.net zum Thema "Ehe für alle" homosexuelle Beziehungen mit Kindesmissbrauch in Zusammenhang gebracht. Daraufhin hatten mehrere Menschen - darunter Homosexuelle - den Professor der Uni Kassel angezeigt. Damit habe erreicht werden sollen, dass der Professor auch wegen Volksverhetzung verurteilt wird, erläuterte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde. Die Richter verwarfen aber die Berufung der Anklage.

+++ 12.00 Uhr: Studie: Männer sehen ihre Leistung im Haushalt positiver +++

Bei der Einschätzung ihrer Arbeit im Haushalt tragen viele Männer laut einer Studie der "Brigitte"  wohl noch immer eine rosa Brille. Mehr als jeder Dritte der befragten Männer (rund 40 Prozent) sagte über die Aufteilung von Hausarbeit und Kinderbetreuung mit ihrer Partnerin: "Machen wir beide gleichermaßen". Von den Frauen gab das nur jede Fünfte an (20 Prozent). Rund drei Viertel sagen: "Das mache hauptsachlich ich", wie aus der Untersuchung hervorgeht. Jede vierte Frau sprach sich in der Studie dafür aus, dass ihr Partner mehr machen soll. "Langzeitstudien wie das Sozio-Ökonomische Panel zeigen: Der Blick der Frauen ist wohl realistischer. Frauen sind demnach im Schnitt rund 5,5 Stunden pro Tag mit Sorgearbeit beschäftigt. Männer nur knapp drei Stunden", berichten die Autoren.

++++ 12.00 Uhr: Papst hält trotz neuer Gewalt im Irak an seiner Reise fest +++

Papst Franziskus hält an seiner für Ende der Woche geplanten Reise in den Irak trotz der angespannten Sicherheitslage in dem Land fest. Das unterstrich das katholische Kirchenoberhaupt bei der regelmäßigen Generalaudienz im Vatikan. Er habe sich lange gewünscht, die Menschen in dem Land kennen zu lernen, die so viel gelitten hätten. Er wolle sie nicht enttäuschen, so der 84-jährige Franziskus. Franziskus will den Irak von Freitag bis Montag für seine "Pilgerreise", wie er es nannte, besuchen. Er plant unter anderem, in der Hauptstadt Bagdad Gespräche zu führen.

+++ 11.52 Uhr: RTL will Disney-Anteil von Super RTL kaufen und Alleineigentümer sein +++

RTL will mit dem Kauf des Disney-Anteils der alleinige Gesellschafter des deutschen Kinder- und Familiensenders Super RTL werden. Die Mediengruppe RTL Deutschland teilte mit, den 50-Prozent-Anteil der Disney-Tochter BVI Television Investments, Inc. zu erwerben. Disney war auf mehrmalige Anfrage dazu nicht zu erreichen. Dem Ganzen müssen demnach noch Kartellbehörden zustimmen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. RTL will mit dem Schritt auch das eigene Wachstum im Streaming-Markt unterstützen. Der Chef der Mediengruppe RTL Deutschland, Bernd Reichart, sagte: "Mit der hohen TV- und Digital-Expertise von SUPER RTL und seiner agilen Unternehmensorganisation werden wir unsere digitale Agenda künftig gemeinsam noch effizienter und schneller gestalten."

+++ 11.35 Uhr: Exemplar von extrem bedrohter Schildkrötenart in Kambodscha legt mehr als 70 Eier

In Kambodscha hat ein Exemplar einer extrem bedrohten Schildkrötenart in Gefangenschaft mehr als 70 Eier gelegt. Von vier unter der Obhut von Tierschützern aufgezogenen Exemplaren der Südlichen Flussschildkröte habe nun eines in einem Schutzzentrum in der Provinz Koh Kong im Südwesten Kambodschas 71 Eier gelegt, teilte die Tierschutzorganisation Wildlife Conservation Society (WCS) mit. Es sei die erste Eiablage seit dem Einsammeln der vier Schildkröten im Jahr 2006, erklärte Som Sitha vom WCS-Schutzzentrum Koh Kong am Mekong-Fluss. "Wir planen, bald in der Lage zu sein, eine große Zahl an Südlichen Flussschildkröten zu züchten und in der freien Wildbahn freizulassen", erklärte Steven Platt von WCS. In Kambodscha sind mehrere Schildkrötenarten vom Aussterben bedroht. Sie sind in China und Vietnam als Delikatesse sowie für traditionelle chinesische Medizin gefragt.

+++ 11.34 Uhr: Nur noch 100 Mosel-Apollofalter - Rettungsprojekt gestartet +++

Der Bestand des Mosel-Apollofalters ist drastisch zurückgegangen - jetzt unterstützt Rheinland-Pfalz ein Rettungsprojekt zur Erhaltung des nur an der Untermosel vorkommenden Schmetterlings. In diesem und im kommenden Jahr sind Mittel der "Aktion Grün" von rund 158.000 Euro für Maßnahmen zur Erhaltung des vom Aussterben bedrohten Schmetterlings eingeplant, wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium mitteilte. Im Jahr 2015 gab es nach Angaben von Umweltministerin Anne Spiegel (Grüne) noch nahezu 2000 Falter der Unterart, die wissenschaftlich als Parnassius apollo vinningensis bezeichnet wird - benannt nach dem südwestlich von Koblenz gelegenen Ort Winningen. Im Sommer vergangenen Jahres wurde der Bestand nur noch auf rund 100 Schmetterlinge geschätzt.

+++ 11.33 Uhr: Orban gibt Austritt der Fidesz aus EVP-Fraktion bekannt +++

Die ungarische Regierungspartei Fidesz tritt aus der EU-Parlamentsfraktion der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) aus. Der Parteivorstand habe beschlossen, die Fraktion "sofort" zu verlassen, erklärte Regierungs- und Parteichef Viktor Orban. Er kommt damit einem möglichen Ausschluss zuvor, für den die Fraktion zuvor den Weg geebnet hatte. Wegen der Einschränkung demokratischer Grundrechte in Ungarn fordern einige EVP-Parteien bereits seit Jahren den Rauswurf der Fidesz-Partei. Die EVP-Mitgliedschaft der Orban-Partei lag deshalb bereits auf Eis, allerdings ohne Konsequenzen für die Mitgliedschaft der ungarischen Abgeordneten in der Europaparlamentsfraktion. Eine endgültige Entscheidung hatten insbesondere CDU und CSU lange verhindert. Die Fidesz ist mit 13 Abgeordneten die viertgrößte Delegation der EVP.

+++ 11.23 Uhr: Weidel will AfD-Einstufung als Verdachtsfall anfechten +++

Die AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel will juristisch gegen die Einstufung der AfD als Verdachtsfall durch das Bundesamt für Verfassungsschutz vorgehen. "Der Verfassungsschutz agiert in der Frage der AfD rein politisch", sagte die baden-württembergische AfD-Landesvorsitzende der Nachrichtenagentur DPA in Stuttgart. "Das ist angesichts der bevorstehenden Wahlen in Land und Bund in diesem Jahr besonders bemerkenswert." Gegen die Einstufung der AfD werde man juristisch vorgehen. "Ich bin mir sicher, dass eine solche Einstufung der AfD vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben wird."

+++ 11.22 Uhr: Mann mit Wolfsmaske soll Opfer gezielt ausgesucht haben +++

Der Mann, der mit einer Wolfsmaske getarnt ein Mädchen in München vergewaltigt haben soll, hat sich sein Opfer nach Angaben der Staatsanwaltschaft möglicherweise gezielt ausgesucht. Wie es in der zu Prozessbeginn vor dem Landgericht München I verlesenen Anklage heißt, soll er das damals elf Jahre alte Kind schon vor der Tat im Juni 2019 in der S-Bahn beobachtet und fotografiert haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er an jenem Tag mit dem Vorsatz losfuhr, das Mädchen zu missbrauchen und dass er zu diesem Zweck auch die Wolfsmaske dabei hatte. Der Anwalt des heute 45-jährigen Mannes räumte ein, dass sein Mandant das Mädchen im Vorfeld beobachtet und fotografiert hatte, bestritt aber den Vorsatz zur Tat. Der Entschluss, das Kind zu vergewaltigen, sei spontan gefallen.  Ansonsten räumte der Angeklagte die Vorwürfe über seinen Anwalt weitgehend ein. "Mit einer Entschuldigung lässt sich das Geschehene nicht wieder gutmachen. Er möchte aber, soweit das möglich ist, aufrichtig um Verzeihung bitten."

+++ 11.12 Uhr: Sängerin Sarah Connor: Männer sollten Frauen Hälfte des Gehalts auszahlen +++

Die Sängerin Sarah Connor fordert, dass Männer die Einkünfte mit ihren Frauen teilen, wenn die Partnerinnen zu Hause Familienarbeit leisten. "Solange diese Arbeit noch nicht vom Staat bezahlt wird, sollten berufstätige Männer ihren Frauen, die ihre Kinder und den gemeinsamen Haushalt managen, die Hälfte ihres verfügbaren Gehalts auszahlen", schrieb die 40-jährige Mutter von vier Kindern in einem Beitrag für die Wochenzeitung "Die Zeit". Bei Scheidungen gebe es einen Zugewinnausgleich, bei dem Frauen für entgangenes Gehalt entschädigt werden. "Warum soll es einen solchen Ausgleich eigentlich nur im Scheidungsfall geben? Wäre es nicht viel gerechter, er würde in funktionierenden Ehen zum Standard werden - weil die Ehen dann noch besser funktionieren würden?", fragte Connor vor dem Weltfrauentag. Die Sängerin ist Mutter von vier Kindern.

+++ 11.02 Uhr: Herpes: Deutsche Pferde in Doha positiv getestet +++

Die aggressive Variante von Pferde-Herpes aus Valencia hat sich bis nach Doha verbreitet, wo an diesem Wochenende die Global Champions Tour mit vielen Weltklasse-Reitern starten soll. Zwei Pferde des deutschen Springreiters Sven Schlüsselburg hatten nach Angaben von Bundestrainer Otto Becker positive Tests. Der 39 Jahre alte Reiter aus dem baden-württembergischen Ilsfeld war laut Becker bereits vor Ausbruch der Infektionen bei einer Turnierserie in Spanien und in Unkenntnis der Ansteckung abgereist. In Valenica sind mehrere Pferde nach der Virus-Erkrankung gestorben, viele zeigen schwere Krankheitsverläufe und kämpfen noch mit dem Tod. Nach Angaben des deutschen Verbandes FN waren insgesamt 64 Pferde deutscher Reiter bei der Turnierserie, 48 haben Valencia wieder verlassen. Wie viele davon sich infiziert haben, ist unklar. Auch die Anzahl ausländischer Reiter, die in Deutschland leben und das Turniergelände bereits verlassen haben, ist noch ungeklärt.

+++ 10.55 Uhr: Zehn Raketen auf Luftwaffenbasis im Irak eingeschlagen +++

Auf einer Luftwaffenbasis im Westen des Iraks sind zehn Raketen eingeschlagen. Der Stützpunkt Ain al-Assad werde von Truppen der internationalen Koalition genutzt, erklärte der Sprecher des Bündnisses, Wayne Marotto, über Twitter. Die irakische Armee führe Ermittlungen. Auch die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA meldete den Angriff. Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr erklärte über Twitter, alle deutschen Soldaten seien wohlauf. In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Raketen auf Stützpunkte im Irak abgefeuert, die von der US-Armee genutzt werden.

+++ 10.18 Uhr: Mals tausend Brillen aus Bonner Geschäft gestohlen +++

Bei einem Einbruch sind mehr als tausend Brillengestelle aus einem Geschäft in Bonn gestohlen worden. Bislang unbekannte Täter schlugen ein Fenster des Brillengeschäfts in der Innenstadt ein, um sich Zugang zu dessen Bürobereich zu verschaffen, wie die Polizei erklärte. Die Einbrecher durchsuchten demnach die Büroräume im Obergeschoss und den Verkaufsraum. Dabei erbeuteten sie den Angaben zufolge neben den Brillen auch Bargeld. Der Einbruch soll sich im Zeitraum zwischen Montagabend und Dienstagmorgen ereignet haben. Mögliche Zeugen wurden um Hinweise gebeten.

+++ 10.18 Uhr: Sachschaden durch Explosion nahe Corona-Testzentrum in den Niederlanden +++

In der Nähe eines Corona-Impfzentrums in den Niederlanden hat sich eine Explosion ereignet und Sachschaden angerichtet. Die Explosion im nordniederländischen Bovenkarspel um 6.55 Uhr habe mehrere Fensterscheiben zerstört, teilte die Polizei mit. Verletzt worden sei niemand. Die Polizei riegelte den Explosionsort ab und leitete Ermittlungen ein. Der niederländische Fernsehsender NOS berichtete, Entschärfungsteams suchten vor Ort nach möglichem weiteren explosiven Material.

+++ 6.56 Uhr: 16-Jähriger in Hongkong wegen Randale bei Protesten verurteilt +++

In Hongkong ist ein 16-jähriger Aktivist wegen Randale und Brandstiftung zu Haft in einer Jugendstrafanstalt verurteilt worden. Der Jugendliche erklärte sich am Mittwoch vor einem Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungszone schuldig, am Rande einer pro-demokratischen Demonstration im Jahr 2019 einen Molotow-Cocktail auf Polizisten geworfen zu haben. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme im November 2019 war der Junge 14 Jahre alt. Der Jugendliche ist der jüngste Angeklagte, der im Zusammenhang mit den Massenprotesten des Jahres 2019 schuldig gesprochen wurde. Wie lange er in der Strafanstalt inhaftiert bleibt, wird erst noch von den Strafvollzugsbehörden entschieden.

+++ 6.24 Uhr: Sieben Studenten bei Sturz aus viertem Stock von Uni-Gebäude in Bolivien getötet +++

Beim Sturz aus dem vierten Stock eines bolivianischen Universitätsgebäudes sind mindestens sieben Studenten getötet worden. Fünf weitere Studenten seien bei dem Vorfall in der Universität von El Alto nahe La Paz schwer verletzt worden, teilte die bolivianische Regierung am Dienstag (Ortszeit) mit. Das Unglück ereignete sich demnach durch den Abbruch eines metallenen Geländers in dem Gebäude.

+++ 5:58 Uhr: Großbritannien beantragt Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu Myanmar +++

Angesichts des gewaltsamen Vorgehens gegen Gegner des Militärputsches in Myanmar hat Großbritannien eine erneute UN-Sicherheitsratssitzung zur Lage in dem südostasiatischen Land beantragt. Stattfinden soll die Sitzung laut dem Vorschlag Londons am Freitagnachmittag hinter verschlossenen Türen, wie die Nachrichtenagentur AFP auf Diplomatenkreisen erfuhr. Am Dienstag hatten Sicherheitskräfte in Myanmar erneut mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen sowie Tränengas gegen sie eingesetzt. 

+++ 5.42 Uhr: Instagram löscht vielen Nutzern versehentlich die Like-Zahlen +++

Instagram hat vielen Nutzern versehentlich nicht mehr die Zahl der Likes bei den einzelnen Beiträgen angezeigt. Ein laufender Test, der zeigen soll, ob das Weglassen des Like-Zählers für ein besseres Klima auf der Plattform sorgt, wurde durch einen Fehler zu stark ausgeweitet. Instagram-Chef Adam Mosseri entschuldigte sich dafür am Mittwoch bei den Nutzern. Die Zahlen sollen für alle Betroffenen so schnell wie möglich wieder angezeigt werden, wie die zu Facebook gehörende Plattform versicherte.

+++ 5.39 Uhr: Drei junge Mitarbeiterinnen von afghanischem Fernsehsender erschossen +++

Im Osten Afghanistans sind erneut drei Mitarbeiterinnen des privaten Fernsehsenders Enekaas TV erschossen worden. Die drei Frauen im Alter von 17 bis 20 Jahren seien am Dienstag Opfer von zwei bewaffneten Angriffen geworden, als sie gerade ihr Arbeitsstelle in der Synchronisationsabteilung des Senders in Dschalalabad verlassen wollten, sagte Enekaas-Chef Salmai Latifi der Nachrichtenagentur AFP. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Attentate für sich. 

+++ 4.58 Uhr: Biden zieht Nominierung von Neera Tanden als Haushaltschefin zurück +++

Bei der Aufstellung seiner Regierungsmannschaft hat US-Präsident Joe Biden erstmals einen Rückschlag erlitten. Biden zog am Dienstag (Ortszeit) die Nominierung seiner Wunschkandidatin Neera Tandon für den Posten der Haushaltsdirektorin im Weißen Haus zurück. Tanden leitet das linksgerichtete Institut Center for American Progress. In der Vergangenheit war sie als Beraterin der Präsidentschaftkandidatin Hillary Clinton tätig und arbeitete für die Regierung des damaligen Präsidenten Barack Obama. 

Die Nominierung Tandens, die mit scharfen Äußerungen gegen Ex-Präsident Donald Trump aufgefallen war und im Online-Dienst Twitter abschätzige Kommentare über Abgeordnete veröffentlicht hatte, war nicht nur bei den Republikanern auf Kritik gestoßen. 

+++ 4:41 Uhr: Mindestens 13 Tote bei schwerem Autounfall in Südkalifornien +++

Bei einem schweren Unfall mit einem Lastwagen und einem SUV-Geländewagen in Südkalifornien sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Dies gab die Polizei am Dienstagnachmittag (Ortszeit) bekannt. Zuvor hatte ein Ärzteteam der Notfallabteilung des Krankenhauses Regional Medical Center in der Stadt El Centro von 15 Toten gesprochen.

Laut der Autobahnpolizei befanden sich 25 Menschen im Alter von 16 bis 53 Jahren in dem SUV-Fahrzeug. Mehrere Personen wurden mit teils schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Unter den Toten ist den Angaben zufolge auch der Fahrer des Autos, ein Mann aus der mexikanischen Grenzstadt Mexicali. Der Fahrer des Lastwagens sei verletzt worden, hieß es.

Omar Watson von der California Highway Patrol beschrieb eine chaotische Unfallszene. Einige Insassen seien aus dem Fahrzeug geschleudert worden, andere mussten von Helfern aus dem eingedrückten Wagen befreit werden.

+++ 4.05 Uhr: Frühere Trump-Sprecherin McEnany wechselt zu Fox News +++

Die frühere US-Präsidentensprecherin Kayleigh McEnany kehrt ins Fernsehen zurück: Die 32-jährige Ex-Sprecherin des früheren Präsidenten Donald Trump werde politische Kommentatorin bei Fox News, teilte der US-Sender am Dienstag mit. McEnany hatte ihre TV-Karriere im Jahr 2016 bei CNN begonnen, bevor sie sich im darauffolgenden Jahr Trumps Team anschloss.

anb/nik/rw DPA AFP

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