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Die Morgenlage Rückenwind für Trump? US-Republikaner starten Parteitag

Donald Trump spricht bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.
 Zweieinhalb Monate vor der Wahl in den USA wollen die Republikaner Präsident Donald Trump offiziell zu ihrem Kandidaten küren
© Evan Vucci/AP / DPA
Randale in Paris nach Endspiel der Champions League +++ Maskenpflicht: Bahn will abends an Bahnhöfen stärker kontrollieren +++ Gesundheitsminister beraten über weitere Strategie in Coronakrise +++ Die Nachrichtenlage am Montag.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

der FC Bayern München hat eine überragende Saison mit dem Champions-League-Titel gekrönt und zum zweiten Mal nach 2013 das Triple geholt. Die Bayern feierten in Lissabon einen 1:0-Erfolg gegen das Starensemble von Paris Saint-Germain. Anschließen kam es in Paris zu Fan-Ausschreitungen. In den USA wollen die Republikaner heute Präsident Donald Trump offiziell zu ihrem Kandidaten küren. Es wird erwartet, dass Trump zum Auftakt der weitgehend virtuellen Veranstaltung nach Charlotte reist. Trump erhofft sich von dem Parteitag auch neuen Rückenwind für seinen Wahlkampf. In landesweiten Umfragen liegt er hinten. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Randale in Paris nach Endspiel der Champions League

Nach dem 1:0-Sieg des FC Bayern gegen Paris Saint-Germain im Endspiel der Champions League in Lissabon ist es am Sonntagabend in der französischen Hauptstadt zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei in Paris nahm 22 Menschen fest, wie die zuständige Präfektur in der Nacht auf Twitter mitteilte. Randalierende Fans hatten in der Nähe des Fußballstadions Parc des Princes sowie in der Umgebung der Champs Elysées ihrer Enttäuschung Luft gemacht. Um das Stadion herum kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, die Tränengas gegen die mit Feuerwerkskörpern bewaffnete Menge einsetzte. Entlang der Prachtstraße Champs Elysées setzten Randalierer Fahrzeuge in Brand, zerbrachen Fensterscheiben und zerstörten Geschäfte.

Verdächtiger nach Angriffen auf jüdische Gemeinde in Graz festgenommen

Nach den Angriffen auf die jüdische Gemeinde in Graz hat die österreichische Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der Mann werde für insgesamt sieben Delikte verantwortlich gemacht, darunter den tätlichen Angriff auf den Gemeindepräsidenten sowie Sachbeschädigungen an der Synagoge durch Steinwürfe und durch Schmierereien, sagte ein Polizeisprecher der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Laut ersten Informationen aus dem Innenministerium in Wien sei der Festgenommene geständig.

Der Präsident der jüdischen Gemeinde Graz, Elie Rosen, war am Samstagabend vor dem Gemeindehaus von einem Mann mit einem Holzprügel attackiert worden. Rosen blieb unverletzt. In der Nacht zum Samstag waren bereits ein Fenster des Gemeindezentrums zertrümmert und mehrere weitere beschädigt worden. Schon am Mittwoch war die Synagoge in Graz mit pro-palästinensischen Parolen beschmiert worden.

Maskenpflicht: Bahn will abends an Bahnhöfen stärker kontrollieren

Die Deutsche Bahn will in den Abendstunden mehr Sicherheitskräfte an den Bahnhöfen und S-Bahn-Stationen einsetzen, um die Einhaltung der Maskenpflicht zu überwachen. Es sei "nicht hinnehmbar", dass sich Einzelne nicht an die Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus hielten, sagte der Sicherheitschef der Deutschen Bahn (DB), Hans-Hilmar Rischke, der "Bild"-Zeitung. Das Maskentragen an den Bahnhöfen sei keine unverbindliche Empfehlung, sondern Pflicht.

Urteil gegen Christchurch-Attentäter steht bevor - Anhörung begonnen

Knapp eineinhalb Jahre nach dem blutigen Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland mit Dutzenden Toten hat am Montag im Gericht von Christchurch die Anhörung von Opfern und Angehörigen begonnen. Mindestens vier Tage lang sollen sie die Möglichkeit erhalten, sich zu äußern. Gerichtsangaben zufolge werden Erklärungen von 66 Personen verlesen. Bei Bedarf kann die Anhörung verlängert werden. Anschließend wird das Urteil gegen den Attentäter verkündet.

Der 29-Jährige Rechtsextremist aus Australien hatte am 15. März 2019 muslimische Gläubige attackiert und 51 Menschen getötet. 50 weitere wurden verletzt. Die Tat übertrug er per Helmkamera im Internet. Zuvor hatte er ein Manifest mit rassistischen und rechtsextremen Parolen per E-Mail verschickt und ins Netz gestellt.

Bolsonaro droht Reporter mit Schlägen auf den Mund

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat einem Reporter mit Schlägen ins Gesicht gedroht. "Ich habe Lust, Dir auf den Mund zu schlagen", sagte der Staatschef zu dem Journalisten der Zeitung "O Globo", der ihn zur möglichen Rolle von Präsidentengattin Michelle Bolsonaro in einer politischen Affäre befragt hatte. Andere anwesende Reporter beschwerten sich über die Bemerkung des Präsidenten, woraufhin dieser ohne weitere Worte den Ort verließ.

Der Journalist von "O Globo" sowie auch Kollegen anderer Medien hatten Bolsonaro bei einer Begegnung vor der Kathedrale der Hauptstadt Brasília zu dem Bericht eines Magazins befragt, in dem die Ehefrau des Staatschefs in Verbindung mit einer Affäre um die Zweckentfremdung von Staatsgeldern gebracht worden war.

Junta in Mali strebt dreijährige Übergangszeit unter Militärführung an

Die Anführer des Militärputsches in Mali streben eine dreijährige Übergangsphase bis zur Rückkehr zu einer Zivilregierung an. In dieser Phase solle laut den Plänen der Junta das Land einen Vertreter der Streitkräfte als Präsidenten haben und die Regierung überwiegend von Militärs besetzt sein, verlautete aus Kreisen der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas, die Verhandlungen mit den neuen Machthabern führte. Die Junta habe sich zugleich bereit erklärt, den am Dienstag gestürzten und seither von den Putschisten festgehaltenen Ex-Staatschef Ibrahim Boubacar Keita nach Hause zurückkehren zu lassen.

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Auftakt des Parteitags der US-Republikaner

Die Republikanische Partei von US-Präsident Donald Trump beginnt heute ihren viertägigen Nominierungsparteitag. Gleich am ersten Tag der Veranstaltung in Charlotte im Bundesstaat North Carolina soll Trump formell als Kandidat für die Präsidentschaftswahl am 3. November nominiert werden. Der Amtsinhaber will dazu voraussichtlich nach Charlotte reisen. Seine Nominierungsrede will Trump am Donnerstag im Weißen Haus halten, was auch in den eigenen Reihen umstritten ist. Für gewöhnlich sind Wahlkampfauftritte am Amtssitz des Präsidenten tabu.

Trump erhofft sich von dem Parteitag auch neuen Rückenwind für seinen Wahlkampf. In landesweiten Umfragen liegt er derzeit hinten.Wegen der Corona-Pandemie fällt der Parteitag allerdings deutlich kleiner aus als ursprünglich geplant. Anders als bei den oppositionellen Demokraten, die ihren Parteitag nahezu vollständig virtuell ausgetragen hatten, werden auch Delegierte anreisen. In der vergangenen Woche hatten die Demokraten Ex-Vizepräsident Joe Biden als ihren Kandidaten für die Wahl am 3. November gekürt.

Gesundheitsminister beraten über weitere Strategie in Coronakrise

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen heute über das weitere Vorgehen in der Coronakrise beraten. Bei einer Telefonkonferenz soll es unter anderem um die Auflagen für Familienfeiern und andere Veranstaltungen gehen, wie Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) als Vorsitzende der Konferenz ankündigte. In der Frage, ob es neue Obergrenzen für private Feste geben sollte, gibt es bisher keine klare Linie. Die Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Regelung stößt in mehreren Bundesländern auf Widerstand.

Tropensturm soll als Hurrikan auf südliche US-Küste treffen

Der Tropensturm "Marco" soll etwa heute Abend (Ortszeit) als Hurrikan aus dem Golf von Mexiko kommend auf die südliche US-Küste treffen genauer: im Osten des Bundesstaats Louisiana.

90 Jahre Horoskope

Am 24. August 1930 ist im britischen "The Sunday Express" ein Horoskop für Prinzessin Margret, für die kurz zuvor geborene Schwester der heutigen Königin Elizabeth II. abgedruckt worden. Es gilt als Beginn dieser bis heute beliebten, regelmäßigen Rubrik in Zeitungen.

Atomwaffengegner in Karlsruhe

Atomwaffengegner reichen Verfassungsbeschwerde ein, weil sich Gerichte nicht ausreichend mit Atomwaffen auseinandergesetzt hätten Die vier Beschwerdeführer waren nach eigenen Angaben wegen Hausfriedensbruchs verurteilt worden, weil sie im Juli 2018 auf das Militärgelände im rheinland-pfälzischen Büchel eingedrungen waren, um gegen die dort vermuteten Atombomben zu protestieren. Sämtliche Beweisanträge zur Völkerrechts- und Verfassungswidrigkeit der Atomwaffen hatten die Gerichte zurückgewiesen.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag, Ihre stern-Redaktion!

mad / nik DPA AFP

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