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Die Morgenlage Nahost-Konflikt: Feuerpause zwischen Israel und Hamas offiziell in Kraft getreten

Palästinenser feiern die Waffenruhe mit Israel 
Palästinenser feiern die Waffenruhe mit Israel 
© Mohammed Abed
Feuerpause zwischen Israel und Hamas offiziell in Kraft getreten +++ Bundestag beschließt Ende des Kükentötens +++ Urteilsverkündung im Prozess um Messerattacke von Dresden +++ Die Nachrichtenlage am Freitagmorgen.

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

nach einem elftägigem Waffenbeschuss ist am frühen Freitagmorgen eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt in Kraft getreten. Seit 2 Uhr Ortszeit haben militante Palästinenser im Gazastreifen und die israelische Armee ihr Feuer eingestellt. Das bestätigte Taher al-Nuno, ein Berater des Hamas-Chefs Ismail Hanija, in Gaza. Die Vereinbarung ist über die Vermittlung Ägytens zustande gekommen. 

Die Schlagzeilen zum Start in den Tag

Wir haben für Sie zusammengefasst, was in der Nacht passiert ist:

Mehr Zeit für Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt

Für die Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt gibt es anders als bei vorangegangenen Landtagswahlen diesmal mehr Zeit. Mit einer Parlamentsreform wurde im vergangenen Jahr auf Antrag von CDU, Linken, SPD und Grünen auch die Landesverfassung geändert. Im Zuge dessen wurde die bisherige First von zwei Wochen gekippt.

Die Landesverfassung vom Juli 1992 hatte in Artikel 65 Absatz zwei bisher vorgeschrieben, dass der erste Wahlgang zur Wahl des Ministerpräsidenten "innerhalb von vierzehn Tagen nach dem Zusammentritt des Landtages stattfinden muss". Diese Frist wurde gestrichen.

Deutschland fördert Schnellladenetz für E-Autos

Der Aufbau eines Schnellladenetzes für Elektro-Autos in Deutschland soll vorangetrieben werden. Dieses Ziel verfolgt ein Gesetz, das der Bundestag am späten Donnerstagabend verabschiedet hat. Danach soll dank staatlicher Förderung bis zum übernächsten Jahr in Deutschland ein öffentliches Netz mit 1000 schnellen Ladesäulen entstehen, die jeweils eine Leistung von über 150 Kilowatt haben.

Gerade das schnelle Laden gilt für die Langstreckentauglichkeit von E-Autos als entscheidend. Nach Angaben des Verkehrsministeriums gibt es aktuell aber erst rund 800 Ladepunkte mit mehr als 150 Kilowatt - etwa 2,4 Prozent der gesamten öffentlich zugänglichen Ladesäulen in Deutschland. Die Wirtschaft beklagt, derzeit könnten Ladesäulen noch nicht wirtschaftlich betrieben werden. Deshalb sind im Gesetz langfristige Verträge mit den Unternehmen geplant, die die "Schnellladehubs" nach einer europaweiten Ausschreibung errichten und betreiben sollen.

Bundestag beschließt Ende des Kükentötens ab 2022

Das millionenfache Kükentöten in der Legehennenhaltung wird in Deutschland ab Anfang nächsten Jahres verboten. Der Bundestag verabschiedete am späten Donnerstagabend ein entsprechendes Gesetz von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU). Bisher werden jährlich mehr als 40 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen getötet, weil sie keine Eier legen und nicht so viel Fleisch ansetzen. Das soll laut dem Gesetz ab 1. Januar 2022 untersagt sein. Stattdessen sollen Verfahren zum Einsatz kommen, mit denen das Geschlecht bereits im Ei bestimmt wird, damit männliche Küken gar nicht erst schlüpfen.

Klöckner sprach in der Bundestagsdebatte von einem "Meilenstein für den Tierschutz". Das Verbot des Kükentötens dürfe aber keinem Berufsverbot gleichkommen. Deshalb werde der Branche mit einem Spektrum von Alternativmethoden die Möglichkeit gegeben, "Tierwohl und Ökonomie unter einen Hut zu bringen".

Was heute wichtig wird

Das sind die wichtigsten Themen und Termine des Tages:

Urteilsverkündung im Prozess um Messerattacke von Dresden

Im Prozess um den tödlichen Angriff auf zwei Touristen im Herbst 2020 in Dresden will der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts am Vormittag das Urteil verkünden. Ein Syrer ist wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Der 21-Jährige soll die Männer aus Nordrhein-Westfalen wegen seiner radikal-islamistischen Gesinnung am 4. Oktober 2020 von hinten niedergestochen haben. Ein 55-Jähriger starb, sein Lebenspartner überlebte nur knapp.

Abdullah A., der als islamistischer Gefährder gilt, hat vor Gericht nichts dazu gesagt. Einem Gutachter gegenüber hatte er alles zugegeben und erklärt, "Ungläubige" töten zu wollen. Die Bundesanwaltschaft plädierte im Sinne der Anklage auf eine lebenslange Freiheitsstrafe und forderte, die besondere Schwere der Schuld festzustellen und zumindest den Vorbehalt einer Sicherungsverwahrung anzuordnen.

Deutschlands größter Freizeitpark öffnet wieder für Besucher

Als einer der ersten großen Freizeitparks Deutschlands öffnet der Europa-Park in Baden-Württemberg wieder seine Pforten für Besucher. An diesem Freitag empfängt der Park in Rust nach Monaten der Corona-Zwangspause wieder Besucher - im Rahmen eines vom Land genehmigten Modellprojekts. Los geht es mit reduzierter Gästezahl, in den kommenden Tagen soll der Zutritt dann zunächst für 10.000 Menschen möglich sein. Es gelten strenge Hygieneauflagen.

Bundestag will Bildung von Betriebsräten erleichtern

In seiner letzten Sitzung dieser Woche will der Bundestag an diesem Freitag noch einmal einige Beschlüsse für Beschäftigte und Verbraucher auf den Weg bringen. So will die Koalition ein Gesetz zur Modernisierung von Betriebsräten beschließen. Um den Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der Gründung eines Betriebsrats zu verbessern, soll der Kündigungsschutz verbessert werden. Mit dem Gesetz sollen auch eine bessere Absicherung von Beschäftigten im Homeoffice bei Unfällen beschlossen werden.

G20-Staaten beraten über Strategien im Kampf gegen Gesundheitskrisen

Die Staats- und Regierungschef der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen ab 12 Uhr darüber beraten, wie sich weltweite Gesundheitskrisen künftig verhindern lassen. Am Ende des digitalen Welt-Gesundheitsgipfels sollen in einer "Erklärung von Rom" Grundsätze dafür festgehalten werden.

FIFA-Kongress tagt online – WM-Frage wird eingebracht

Der Kongress des Fußball-Weltverbandes FIFA beschäftigt sich ab 15 Uhr auch mit der Frage, ob die Weltmeisterschaften künftig alle zwei Jahre ausgerichtet werden könnten. Erwartet wird außerdem, dass sich FIFA-Präsidenten Gianni Infantino zum Super-League-Eklat im europäischen Fußball äußert.

Weitere Nachrichten lesen Sie hier bei stern.de. Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihre stern-Redaktion

wue / yak DPA AFP

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