Kaja Kallas will Rückkehr zur Diplomatie. Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ in Krisenregion verlegt. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Thomas Krause
Die israelische Armee hat eine erneute Angriffswelle gegen die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. „Zum zweiten Mal heute“ habe die Armee „eine umfassende Welle von Angriffen in Teheran begonnen“, teilt das israelische Militär mit. Die Angriffe richteten sich gegen „terroristische Ziele“.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP in Teheran hatten zuvor von einer besonders starken Explosion in der Stadt berichtet. Zur gleichen Zeit – kurz nach Mitternacht Ortszeit – seien auch Kampfjets über der Stadt zu hören gewesen. Die Explosion war demnach an mehreren Orten zu spüren. Es war zunächst unklar, was getroffen wurde.
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Fabian Huber

Guten Abend aus Tel Aviv, wo sich die Lage in den vergangenen Tagen verhältnismäßig zuspitzte. Der Iran setzt inzwischen Streuraketen gegen Israel ein, was zu mehr Einschlägen führt. Dabei wurde heute ein Bauarbeiter getötet. Auch die libanesische Miliz Hisbollah nahm die Metropole am Spätnachmittag erstmals seit Kriegsbeginn direkt ins Visier.
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Thomas Krause
Fünf Mitglieder der iranischen Frauenfußball-Nationalmannschaft haben in Australien Asyl erhalten. Wie der australische Innenminister Tony Burke mitteilt, sei die Bearbeitung ihrer humanitären Visa abgeschlossen worden.
Zuvor hatte sich bereits US-Präsident Donald Trump für die fünf Spielerinnen, die mit dem iranischen Team beim Asien-Cup in Australien im Einsatz waren, eingesetzt und eine bevorstehende Lösung angekündigt. „Ich habe gerade mit dem australischen Premierminister Anthony Albanese über die iranische Frauenfußballnationalmannschaft gesprochen. Er kümmert sich darum!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
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Thomas Krause
Trump überlegt dem Sender CBS zufolge, die Kontrolle über die Straße von Hormus zu übernehmen.
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Thomas Krause
Der Iran steht nach eigenen Angaben mit mehreren Staaten wegen einer möglichen Waffenruhe in Kontakt. Länder wie China, Russland und Frankreich hätten sich deswegen an die Islamische Republik gewandt, sagt Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen. Erste Bedingung für eine Feuerpause sei der Stopp weiterer Aggressionen.
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Thomas Krause
Im Iran haben laut staatlichen Medienberichten Hunderttausende Menschen an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei teilgenommen. In Teheran bekundeten Menschen demnach trotz der Gefahr von Raketenangriffe der USA und Israels dem obersten Führer ihre Treue.
Aufnahmen des staatlichen Fernsehens zeigen Autokorsos sowie Menschen mit iranischen Fahnen. Laut Staatsmedien erklären die Demonstrierenden, gemeinsam mit dem neuen Führer den Konflikt bis zum „endgültigen Sieg“ fortsetzen zu wollen.
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Thomas Krause
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt laut drei Insidern eine weitere Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl, um den Anstieg der weltweiten Energiepreise zu dämpfen. Das Schritt könnte die Bemühungen westlicher Länder erschweren, Moskau die Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Am Ölmarkt gibt der Preis nach Bekanntwerden der Nachricht um rund zehn Prozent nach.
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Thomas Krause
Irankrieg laut Trump „so gut wie abgeschlossen“
US-Präsident Donald Trump bezeichnet einem Sender zufolge den Krieg gegen den Iran als weitgehend entschieden. „Ich denke, der Krieg ist so gut wie abgeschlossen“ (engl. „is very complete“), zitiert eine CBS-Reporterin den Präsidenten auf der Plattform X aus einem Telefoninterview. Der Iran verfüge über keine Marine, keine Kommunikationswege und keine Luftwaffe mehr. Die USA seien dem ursprünglichen Zeitplan von vier bis fünf Wochen „sehr weit“ voraus. An den US-Börsen notieren die Kurse nach Bekanntwerden der Nachricht im Plus.
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Thomas Krause
Die iranischen Revolutionsgarden kündigen an, Schlagkraft und Häufigkeit ihrer Raketenstarts zu erhöhen. Auch die Reichweite werde vergrößert, zitiert das Staatsfernsehen den Kommandeur der Luft- und Raumfahrttruppe der Garden, Madschid Mussawi. Künftig würden keine Raketen mit Sprengköpfen von weniger als einer Tonne Gewicht mehr abgefeuert.
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Thomas Krause
Der Iran lagert nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) fast die Hälfte seines auf bis zu 60 Prozent angereicherten Urans in einer unterirdischen Anlage in Isfahan. Der Tunnelkomplex sei das einzige Ziel, das bei den Angriffen Israels und der USA auf iranische Atomanlagen im Juni offenbar nicht schwer beschädigt worden sei, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi in Paris.
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Kai Müller
Emir von Kuwait verurteilt iranische Angriffe und betont Recht auf Selbstverteidigung
Nach erneuten iranischen Angriffen auf Kuwait übt der Emir des Golfstaates scharfe Kritik an seinem Nachbarland. Kuwait sei von "einem brutalen Angriff durch ein benachbartes muslimisches Land" getroffen worden, erklärt Scheich Meschal al-Ahmad al-Dschaber al-Sabah in einer Fernsehansprache. Sein Land habe ein "Recht auf Selbstverteidigung". Seit dem Beginn des Iran-Kriegs wurden bei Angriffen auf Kuwait zwölf Menschen getötet.
Kuwait betrachte den benachbarten Iran "als Freund", sagt der Emir. Dennoch sei der Golfstaat angegriffen worden, "obwohl wir die Nutzung unseres Landes, unseres Luftraums oder unserer Küsten für militärische Aktionen gegen dieses Land nicht gestattet haben und wir dies wiederholt über unsere diplomatischen Kanäle mitgeteilt haben", fügt al-Sabah hinzu.
Scheich Meschal al-Ahmad al-Dschaber al-Sabah. Eric Tschaen / Imago Images
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Kai Müller
Niederlande schicken Fregatte zum Schutz gegen Angriffe des Irans
Die Niederlande beteiligen sich mit einer Luftverteidigungsfregatte im östlichen Mittelmeer am Schutz der Region vor iranischen Angriffen. Das teilt das Verteidigungs- und das Außenministerium dem Parlament in Den Haag mit. Die „Zr. Ms. Evertsen“ werde zum Schutz von EU-Land Zypern und dem Nato-Partner Türkei eingesetzt.
Frankreich hatte die Niederlande um Unterstützung gebeten, auch um die Sicherheit französischer Marineschiffe in der Region zu gewährleisten. Die Regierung spricht von einem „begrenzten Einsatz defensiver Art“. Es gehe um die Verteidigung „unser Verbündeter“, sagt Verteidigungsministerin Dilan Yesilgöz. „Von einem offensiven Einsatz kann keine Rede sein.“
Die „Evertsen“ mit 170 Personen an Bord ist mit Radartechnik gegen Drohnen, Raketen und Flugzeuge ausgerüstet. Sie befindet sich derzeit auf der Höhe von Malta.
„Von einem offensiven Einsatz kann keine Rede sein“Dilan Yesilgöz, Verteidigungsministerin der Niederlande
Dilan Yesilgöz. Lina Selg / Picture Alliance
Luftverteidigungsfregatte „Evertsen°. ABBfoto / Picture Alliance
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Kai Müller
Hisbollah greift israelische Militärbasis nahe Tel Aviv mit Raketen an
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat am Montag nach eigenen Angaben Raketen auf einen israelischen Militärstützpunkt in der Nähe von Tel Aviv abgefeuert. Sie habe die Heimatfront-Kommandozentrale der israelischen Armee in Ramla mit einer „Salve hoch entwickelter Raketen“ angegriffen, teilt die libanesische Miliz mit.
Es handele sich um eine Antwort auf „die kriminelle israelische Aggression, die dutzende libanesische Städte und die südlichen Vororte von Beirut getroffen hat°.
Es handele sich um eine Antwort auf „die kriminelle israelische Aggression, die dutzende libanesische Städte und die südlichen Vororte von Beirut getroffen hat°.
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Kai Müller
486 Menschen bei israelischen Angriffen getötet
Im Libanon sind bei israelischen Angriffen seit dem 2. März 486 Menschen getötet worden. Das teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit.
Das israelische Militär verstärkt seinen Beschuss auf Ziele im Libanon und nimmt dabei nach eigenen Angaben die radikal-islamische Hisbollah-Miliz ins Visier. Die Hisbollah ist mit dem Iran verbündet.
Das israelische Militär verstärkt seinen Beschuss auf Ziele im Libanon und nimmt dabei nach eigenen Angaben die radikal-islamische Hisbollah-Miliz ins Visier. Die Hisbollah ist mit dem Iran verbündet.
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Kai Müller
Israels Militär: Drohnenhauptquartier der Revolutionsgarden zerstört
Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört. Zum Standort der Anlage wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden, heißt es. Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.
Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden, heißt es. Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.
Zudem wurden nach israelischen Angaben drei Raketenwerfer angegriffen, von denen in der Stunde zuvor Raketen auf Israel abgefeuert worden seien.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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