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23. November 2009, 08:22 Uhr

Der tote King of Pop räumt ab

Es lebe der König! Fast ein halbes Jahr nach seinem Tod hat Michael Jackson bei den American Music Awards vier Preise gewonnen. In den Kategorien Rock/Pop sowie Soul/R&B siegte er sowohl als Sänger als auch für sein Album "Number Ones". "Künstler des Jahres" wurde hingegen eine 19-jährige Schönheit.

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Michael Jacksons Bruder Jermaine (l., mit seinem Sohn Jaafar) nahm die Preise anstelle des toten Popidols an© Mario Anzuoni/Reuters

Michael Jackson ist am Sonntagabend in Los Angeles posthum mit vier weiteren "American Music Awards" ausgezeichnet worden. Fünf Monate nach seinem Tod gewann der "King of Pop" als beliebtester Künstler in den Kategorien Rock/Pop sowie Soul/R&B. Zudem wurde sein Album "Number Ones" (2003), das sich in diesem Jahr millionenfach verkaufte, zum besten Album in den Sparten Rock/Pop und Soul/R&B gekürt.

Jackson war auch noch für den Top-Preis "Künstler des Jahres" nominiert. Diese höchste Ehre wurde aber der Country-Sängerin Taylor Swift zuteil. Die 19-Jährige gewann insgesamt fünf Trophäen, darunter als beliebteste Künstlerin in den Sparten Rock/Pop und Country sowie für das beste Country-Album.

Janet Jackson eröffnete die live im US-Fernsehen übertragene Show mit einem Mix ihrer bekanntestens Songs. Jermaine Jackson nahm die Trophäen für seinen am 25. Juni im Alter von 50 Jahren gestorben Bruder entgegen. Michael Jackson hatte im Verlauf seiner jahrzehntelangen Karriere 22 American Music Awards verliehen bekommen und war 2002 mit dem Ehrenpreis zum "Künstler des Jahrhunderts" ernannt worden.

Sexy Rihanna sorgt für Aufsehen

Die Black Eyed Peas wurden zur besten Pop/Rock-Band gekürt. Für Aufsehen sorgte bei der mehrstündigen Preisverleihung Rihanna mit ihrem neuen Outfit: Blondiertes Haar, einen hautengen Body und einer Tätowierung auf dem Nacken mit dem Namen ihres neuen Albums "Rated R", das in der kommenden Woche erscheint.

Die nach den Grammys begehrtesten US-Musikpreise werden von der amerikanischen Schallplattenindustrie vergeben. Die Nominierungen sind vom Verkaufserfolg abhängig, die Gewinner werden durch eine Umfrage unter Musikfans ermittelt.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
rynaldo (23.11.2009, 09:41 Uhr)
Lachhaft
... bis zu seinem Tod wollte den selbsternannten "King of Pop" kein Mensch mehr hören. Jetzt wir ihm wieder mit Tränen in den Auge gehuldigt. Die ganze amerikanische Musikszene ist, genauso wie Hollywood, zu einer sterilen, langweiligen Selbstdarstellungs-Show verkommen. Richtige Typen sind da nicht mehr gefragt und einem Publikum das mit dem unsäglichen Castingshow-Karneval aufgewachsen ist, genügt das.
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