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Verleihung der American Music Awards: Nur Taylor Swift kommt an den King of Pop heran

Michael Jackson bleibt über den Tod hinaus das Maß aller Dinge in der Popmusik: Bei den American Music Awards wurde er am Sonntag in Los Angeles posthum mit vier Preisen ausgezeichnet - erster Rekord - und erhöhte die Gesamtzahl der ihm in seiner Karriere zugesprochenen AMA-Trophäen auf 23 - zweiter Rekord, denn niemand bekam bisher mehr.

Michael Jackson bleibt über den Tod hinaus das Maß aller Dinge in der Popmusik: Bei den American Music Awards wurde er am Sonntag in Los Angeles posthum mit vier Preisen ausgezeichnet - erster Rekord - und erhöhte die Gesamtzahl der ihm in seiner Karriere zugesprochenen AMA-Trophäen auf 23 - zweiter Rekord, denn niemand bekam bisher mehr. Nur Country-Jungstar Taylor Swift bot dem King of Pop Paroli und gewann die höchste Ehrung als "Künstler des Jahres".

Jermaine Jackson nahm die Preise für seinen im Juni im Alter von 50 Jahren verstorbenen Bruder entgegen. "Michaels Botschaft wird für immer weiterleben", sagte er. "Er sah in allen das Gute und wollte, dass alle Gutes tun." Diese Botschaft sei wichtiger als jeder Preis.

Michael Jackson erhielt den ersten Preis in den Kategorien bester männlicher Künstler in der Sparte Pop/Rock und R&B. Seine Hit-Kollektion "Number Ones" aus dem Jahr 2003 erhielt in beiden Sparten zudem den Preis als bestes Album. Acht Preise werden nach Verkaufszahlen vergeben, über die anderen Sieger stimmen Fans Online ab. Green Day kamen so zur Auszeichnung als beste alternative Rockband, die Black Eyed Peas wurden zur besten Pop- und Rockband gekürt.

Die 19-jährige Swift setzte bei den AMA-Awards ihren Siegeszug bei Preisverleihungen fort und gewann neben der Top-Auszeichnung als "Artist of the Year" auch noch in der Kategorie bestes Album für "Fearless" und beste Künstlerin. In einer Videoschaltung über Satellit von London sagte sie, in der Musik gehe es letztlich nicht um Konkurrenzkampf. "Auch nur in einer Kategorie mit Michael Jackson erwähnt zu werden, den wir auf ewig vermissen und lieben werden, ist eine unvorstellbare Ehre."

Swift ist in den USA trotz der Präsenz von Popdiven wie Beyoncé und Lady Gaga die Musikerin der Stunde. Ihr Album "Fearless" und Lieder daraus wie "Jump Then Fall" sind längst über die - umsatzstarken - Country-Hitparaden hinaus auch im Pop-Bereich erfolgreich. Als sie im September bei den MTV Video Music Awards den Vorzug vor Beyoncé erhielt, sorgte Rapper Kanye West für einen Eklat, der ihm in der Folge erheblich schadete und Ansehen kostete.

Lady Gaga und der ehemalige "American Idol"-Teilnehmer Adam Lambert waren die Glanzlichter des mit Superstars besetzten Showteils. Lady Gaga sorgte mit eine Alien-Perücke und einer mit Lichtern besetzten Weste für Aufsehen, schlug mit ihrem Mikrofon einen Glaskasten ein, in dem ein Flügel stand und der Feuer fing, als sie sich daran setzte und zu spielen begann. Lambert überraschte mit einer erotischen Darbietung im S&M-Stil. Rihanna enterte im hautengen Outfit und blondiert die Bühne, Janet Jackson sang ein Medley aus ihrem neuen Greatest-Hits Album "Number Ones" - kleine Anleihe bei Bruder Michael - und Alicia Keys und Jay-Z sangen im Duett ihre Hymne an New York. Shakira und Jennifer Lopez brachten lateinamerikanisches Temperament in die Show.

Jay-Z, Ehemann von Beyoncé, gewann in der Kategorie bester Rap- und Hip-Hop-Künstler und in derselben Sparte für sein Album "Blueprint 3". Keith Urban wurde zum besten Country-Künstler gekürt, Whitney Houston bekam den Internationalen Preis für herausragende Leistungen. Die 46-jährige brachte eine elegante Darbietung ihres Songs "I Didn't Know My Own Strength" aus ihrem Comeback-Album auf die Bühne.

AP / AP