Abrisse, Witterung, Farbbeutelattacken: Wandgemälde haben viele Feinde. Für den Erhalt und die Konservierung setzt sich jetzt eine Bristoler Gesellschaft ein - denn diese Graffiti sind große Kunst. Von Susanne Baller
Erst im vergangenen Jahr entstand das Graffito "Jukebox Chimera Beast", einer Zusammenarbeit von Nychos aus Österreich und Flying Förtress aus Deutschland, an einer Wand in Bristols Nelson Street - der Straße, die auch das Straßenkunstfestival See No Evil beheimatet. Die Twentieth Century Society, die sich dem Erhalt von Architektur und Design nach 1914 verschrieben hat, möchte nun den Bestand an Wandgemälden ebenfalls sichern und startet deshalb die Murals Campaign.
Die Kampagne dient neben dem Schutz von Graffiti auch anderen Kunstformen in Mauerwerk und Wänden: Mustern und Patterns durch in Beton eingearbeitete Scherben oder Grafiken etwa. Die Gesellschaft kämpft für deren Konservierung, da es sich um Kunst im öffentlichen Raum handelt. Und einer von Bristols Streetartkünstlern erlangte schließlich besondere Berühmtheit.