Til Schweiger fordert größeres Budget für Krimireihe

1. März 2013, 10:12 Uhr

Polarisiert schon vor seinem ersten Einsatz: Erst will Til Schweiger den altehrwürdigen Vorspann des "Tatorts" ändern, jetzt fordert er in einem Interview mehr Geld - freilich nicht für sich allein.

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"Hände hoch, Geld her!" Til Schweiger hätte gerne mehr Geld für die "Tatort"-Produktionen©

Die erste "Tatort"-Folge mit Til Schweiger ist noch nicht über den Äther, da fordert der neue Kommissar schon mehr Geld. Allerdings nicht für sich selbst, sondern für die Produktion der Krimireihe insgesamt. "Die haben so viel Kohle, da sollten sie ihr Flaggschiff besser ausstatten - nicht nur meinen, sondern alle 'Tatorte'!", sagte der 49-Jährige am Donnerstag im Interview mit "Spiegel Online". Der "Tatort" sei das Schaufenster der ARD und damit die Tür zu einem jungen Publikum, erklärte der Schauspieler, der am 10. März erstmals als Ermittler Nick Tschiller zu sehen sein wird.

In dem Gespräch bestätigte Schweiger indirekt auch, dass für seinen ersten Fall "Willkommen in Hamburg" mehr Geld und Drehtage als üblich zur Verfügung standen. In den vergangenen Monaten war über Kosten von bis zu zwei Millionen Euro spekuliert worden. Eine durchschnittliche Folge kostet zwischen 1,3 Millionen und 1,5 Millionen Euro. Innerhalb der Reihe seien Mehrkosten nichts Ungewöhnliches und kämen beispielsweise auch beim Hannoveraner Tatort vor, so Schweiger. "Aber ganz ehrlich: Die paar Euro mehr bringen es auch nicht", so Schweiger in dem Gespräch. Umso begeisterter sei er von der Arbeit seines Regisseurs Christian Alvart: Mit diesem 'Tatort' sei ihm ein "extrem moderner, großartig fotografierter Thriller" gelungen.

Der Erstausstrahlung sieht der Schauspieler laut Interview selbstbewusst entgegen: Sein erster "Tatort" sei für das deutsche Fernsehen "etwas völlig Neuartiges". Man habe mit dem Erzählmuster der Serie gebrochen. "In der Regel gibt es am Anfang eine Leiche, dann wird ermittelt, wer war der Täter? Bei uns gibt es gleich zu Anfang drei Tote. Drei Tote in den ersten Minuten, das ist eine Revolution. Ich als Zuschauer will so etwas sehen."

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