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Dick, dumm, gewalttätig. Die Vorurteile zur Auswirkung von übermäßigem TV-Konsum gewinnen im Zusammenhang mit der Unterschichten-Debatte an Brisanz. Je geringer das Einkommen, desto mehr ersetzt das TV die reale Welt.
Ausgeteilt hat er in den letzten Tagen genug: Harald Schmidts Abschiedsshow vom "Kindergarten" Sat.1 war lediglich von sanfter Häme geprägt. Schließlich wartet auf ihn bereits der Himmel auf Erden.
Das Ende für Harald Schmidt bei Sat.1 markiert keine fernseh-historische Zäsur, nur eine sanfte Verabschiedung das Niemandsland des Pay-TV. Dennoch ist es ein Abschied - aber wovon eigentlich?
Es ist das Ende einer Ära: Sat.1 setzt die "Harald Schmidt Show" ab. Für Roger Schawinski kommt das nicht überraschend. Der Ex-Sat.1-Chef sagt: Late Night mit Harald Schmidt wird es nie wieder geben.
Das Dschungelcamp ist Unterschichten-TV, das auf niedere Instinkte des Publikums abzielt und Häme weckt? Weit gefehlt: Die Zuschauer verhalten sich hoch moralisch - und bestrafen schlechtes Benehmen.
Während Menowin Fröhlich im Knast nichts gelernt hat, plant die wissenshungrige Daniela Katzenberger eine Weiterbildung. Sexuell begierig zeigten sich dagegen Goldie Hawn und Jennifer Lopez.
Wer sich das RTL-Dschungelcamp anschaut, tut dies aus niederen Instinkten, ist hämisch und ergötzt sich am Leid anderer, so die gängige Meinung. Falsch! Die Auswertung der Telefonvotings zeigt: Die Zuschauer handeln zutiefst moralisch und sind zu großer Empathie fähig.
Halbzeit im Dschungelcamp: Nervensäge Sarah ist mit den Nerven runter und scheitert schon wieder furios bei einer Dschungelprüfung. Nach seiner ersten und letzten Woche im Busch muss sich Hochzeitsplaner "Froonck" Matthée dagegen auf eine grundlegende Veränderung einstellen.
Trotz Mama Maischberger, Kalauerkönig Krömer und Diagnose-Clown Hirschhausen war der 12. Deutsche Fernsehpreis nicht zu retten. Zuviele Künstler wurden für nicht preiswürdig erachtet. Dennoch gab es auch Sieger an diesem Abend.
Schönen Gruß an die Senderchefs: In der ersten Show nach Bekanntgabe seines Wechsels zu Sat1 verkneift sich Harald Schmidt das dröge Feuilleton-Geschwafel und macht endlich wieder Late Night: witzig, bissig, ein Hauch von Dirty Harry - seine Noch-Vorgesetzten bei der ARD dürfen sich darüber ruhig ärgern.
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