Startseite
Frage Nummer 60277 bachstelze

quer stehende Lkw auf Autobahnen

Warum gibt es bei Schneeglätte auf der Autobahn so häufig quer stehende Lkw, die dann lange Staus verursachen? Haben die keine Winterreifen? Gibt es keine Winterreifenpflicht für Lkw?
Antworten (8)
StellaBella
Manche haben zu Ostern 2013 tatsächlich keine Winterreifen mehr drauf, manche können nicht fahren, das wirkt sich besonders auf Steigungen und Abfahrten aus. Na und die Fahrzeuge sind länger, meist mit Hänger oder Aufleger dran. PKWs können sich auch quer stellen, es wirkt sich dann aber nicht so dramatisch aus.
FelixG
Jein. Winterreifenpflicht bei LKW nur auf der Antriebsachse. Warum, verstehe ich auch nicht. Als hätten die nicht schon oft genug völlig runtergefahrenen Reifen.
Naja, aber Hauptsache es wird über PKW Maut in Deutschland diskutiert.
bh_roth
Die Winterreifenpflicht ist wie beim PKW: Das Fahrzeug kann auch mit Ganzjahresreifen ausgerüstet werden. Diese sind, wie bei den PKW, eben keine volltauglichen Winterreifen. Aber der Hauptgrund, warum manche LKW eine Steigung nicht schaffen, ist der, dass nicht beide Achsen der Zwillingsachsen angetrieben sind. Wenn die nicht angetriebene Achse auf den Schnee "aufschwimmt", hat die davor liegende Antriebsachse keinen Kraftschluss zur Straße mehr, die Räder drehen durch. Manche Hersteller begegnen dem mit einer Liftachse, die die nicht angetriebene Achse abhebt. Aber das Anheben geht nicht bei einem voll beladenen Lkw, weil sonst die Achslast überschritten wird.
bh_roth
Man kann bei einem vollbeladenen LKW zwar das Heben der Achse erzwingen, aber nur für etwa 1 Minute, dann senkt sich die Achse automatisch wieder ab. Dies ist dafür, dass man mit einem schweren LKW eine kurze Steigung hinaufkommt, aber keinesfalls geeignet, eine längere Steigung zu bewältigen.
Das Hängenbleiben der LKW ist also weniger ein Problem der Bereifung, sondern in 99% der Fälle die nicht angetriebene 2. Achse.
Schlechte Bereifung habe ich bisher übrigens nur bei Ostblock-LKW gesehen.
In Österreich gibt es auch noch eine Mitführpflicht von Schneeketten, und es gibt spezielle Parkplätze, an denen Ketten an- und abmontiert werden können, aber das macht kaum jemand. Ich hätte auch eher den LKW auf einen Parkplatz gesteuert, und 2 Stunden abgewartet, bis der Schneepflug durch ist, als 2 Stunden zu keulen, bis die Ketten auf den Rädern sind.
danov
das problem ist nur, dass die allermeisten lkw-fahrer keine zwei stunden zeit haben. so können sie die "schuld" auf den unternehmer abwälzen und wir haben es doch alle lieber, wenn die anderen schuld sind...
bh_roth
@danov: Die 2 Stunden waren nur ein Beispiel. Die Wartezeit kann man als Ruhezeit gemäß der Lenk- und Ruhezeitenverordnung "verbuchen". So entsteht keine oder nur geringe zusätzliche Gesamtfahrzeit. Der Fahrer kann seine Ruhezeit von 00:45 Minuten, die er nach spätestens 4,5 h Fahrzeit einlegen muss, vorziehen. Es spricht auch nichts dagegen diese 45 Minuten zu verlängern, da es sich nur um die Mindestruhezeit handelt. Das geht immer dann, wenn er seine geplante Tagesetappe auch mit einer verlängerten oder 2. Ruhezeit erreichen kann.
bh_roth
Problematisch wird es, und da gebe ich dir Recht, wenn das Tagespensum eng gestrickt ist, wenn das vorgegebene Pensum keine zusätzliche oder verlängerte Pause zulässt. Das liegt tatsächlich in der Verantwortung des Arbeitgebers.
Ich glaube, ich hatte einen guten Arbeitgeber. Wenn absehbar war, dass ich die Firma wegen schlechtem Wetter nicht erreichen konnte, genügte ein Telefonat, und nach den maximalen 10 Stunden Fahrzeit (+ 2 mal 45 Minuten Pause) traf ich auf einem verabredeten Rastplatz einen anderen Fahrer, den mir die Firma entgegen geschickt hat. Ich stieg in den Firmenpkw um, fuhr zur Firma, machte meine 8 Stunden Pause und fuhr dann den LKW zurück. So handeln leider nicht alle Unternehmer, deshalb ist es gut, dass die Strafen, die die Polizei verhängt, vor allem den Unternehmer treffen. Die Strafe ist ein Vielfaches von der Strafe, die ein Fahrer bekommt, wenn er mit ungenügender Bereifung am Berg zum Verkehrshindernis wird.
BelindaKranich
Die Saga besagt, das der Gott Bibimann,
ein kleiner dünner knorriger Gott am verhungern
war.Die Leute damals, waren selber dünn und knorrig,
hatten selbst nichts was sie dem Gott Bibimann geben konnten.
Und Bibimann sprach: Es muß doch etwas geben was ihr entbehren könnt?
Da sagten die Frauen, nimm dir die Vorhaut der Männer,
sie ist zu nichts nutze, ausser das sich der dreck in ihr verfängt.
so nahm der Gott Bibimann die Vorhäute an, bis zum heutigen Tag.