Papst Franziskus ist der erste Lateinamerikaner an der Spitze der katholischen Kirche. Sein Name könnte Programm sein: Als Kardinal Bergoglio setzte er sich für die Armen ein.
Er ist der erste Lateinamerikaner an der Spitze der katholischen Kirche: Der Argentinier Kardinal Jorge Mario Bergoglio zeigt sich kurz nach seiner Wahl zum neuen Papst auf dem Balkon des Petersdoms.
Er wählte den Papstnamen "Franziskus" - nach dem Heiligen Franz von Assisi, der im 13. Jahrhundert in Armut lebte. Bisher hat kein Papst diesen Namen angenommen. Der Name passt zu seinem Ruf: Der Erzbischof gilt als Anwalt der Armen. Erst vor wenigen Wochen warnte er vor der "alltäglichen Übermacht des Geldes mit seinen teuflischen Folgen von Drogen und Korruption sowie dem Handel von Menschen und Kindern, zusammen mit der materiellen und moralischen Misere".
Er bevorzugt ein unauffälliges Auftreten, fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ist auch in Rom oft in einem dunklen Mantel und ohne Kardinalshut unterwegs.
Bisher war Bergoglio Erzbischof von Buenos Aires. In die neue Papstwahl ging er als Außenseiter - auch wegen seines Alters. Mittlerweile ist er 76 Jahre alt. Aber für viele Europäer mag er leicht zu wählen gewesen sein: Er hat italienische Wurzeln und in Deutschland studiert.