Wo Verkehrssünden richtig teuer werden

25. Juli 2012, 16:33 Uhr

Nur nicht übermütig werden: Auch im Urlaub sollten Sie sich im Straßenverkehr benehmen. Vor allem wer im Ausland rast, reißt schnell ein tiefes Loch in die Urlaubskasse.

Andere Länder – andere Gesetze. Auch im Urlaub sind verschiedene Regeln im Straßenverkehr zu beachten. mehr...

Häufig müssen Autofahrer bei Missachtung sogar noch tiefer in die Tasche greifen: so kann ein Bleifuß auf dem Gaspedal ein tiefes Loch in die Urlaubskasse reißen.

Oton Klaus Reindl – ADAC: „Wer zu schnell fährt , der wird in den einzelnen Urlaubsländern deutlich härter bestraft und muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als es hierzulande der Fall ist. Das gilt z.B. in Italien, das gilt aber auch in Spanien, das gilt auch in den skandinavischen Ländern und in vielen anderen Urlaubsländern, hängt insbesondere mit der jeweiligen Unfallsituation in den Urlaubsländern zusammen, hängt damit zusammen, wie häufig die Kontrollen sind und wie die Fahrmoral in den jeweiligen Ländern ist.“

Auch Falschparken kann im Urlaub richtig teuer werden. So kostet das Parken an falscher Stelle in Deutschland zwischen 10 und 70 Euro. In den Niederlanden müssen Falschparker mindestens 85 Euro berappen und in Spanien kostet das Ganze sogar bis zu 200 Euro. Allerdings gilt hier ebenfalls: Die Höhe eines Falschparktickets hängt in der Regel davon ab, wie hoch die Parkmoral in dem jeweiligen Land ist. Besonders zurückhaltend sollten Urlauber mit Alkohol am Steuer sein.

Oton Klaus Reindl – ADAC: „Alkohol am Steuer ist insbesondere in den skandinavischen Ländern sehr teuer. Das ist traditionell schon so, das ist seit Jahrzehnten schon so, da kann es dann ganz schnell in Summen gehen, die dann drei oder vier Monatsgehälter betragen, wenn nicht noch mehr passiert. Das bedeutet, wenn ich keinen Unfall habe, bei dem jemand verletzt wird, dann kann es gegebenenfalls auch noch teurer werden bzw. ich kann auch im Gefängnis landen.“

Das Handy gehört für die meisten Urlauber ins Reisegepäck. Damit die Reise ins Ausland nicht mit einer bösen Überraschung endet, sollten Autofahrer auf das Telefonieren am Steuer verzichten.

Oton Klaus Reindl – ADAC: „Wer meint, er müsse sogar im Urlaub mit dem Handy am Ohr telefonieren und Auto fahren dabei, der sollte sich nicht wundern, wenn er angehalten wird und ein kräftiges Bußgeld zu bezahlen hat. Das ist durchaus in vielen Urlaubsländern deutlich höher ist als bei uns. Es gibt nur keine Punkte, aber man ärgert sich, denn man muss wirklich sehr, sehr tief in den Geldbeutel greifen.“

In Deutschland kostet das Telefonieren am Steuer 40 Euro. In Frankreich geht dieser Verstoß erst ab 135 Euro los, in den Niederlanden müssen 220 Euro entrichtet werden und in Spanien geht die Strafe auch erst ab 200 Euro los. Häufig gilt: was in Deutschland verboten ist, gilt auch in vielen anderen europäischen Ländern. Bereits vor der Reise sollte sich der Urlauber über die länderspezifischen Besonderheiten informieren. Dann klappt´s auch mit einem entspannten Urlaub. Schließen