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Filmproduzent Atze Brauner in Bedrängnis – Fiskus fordert 31 Millionen Euro

Karl May, Edgar Wallace, "Hitlerjunge Salomon": Produzent Atze Brauner ist eine lebende Filmlegende - die nun Ärger mit dem Finanzamt hat. Nach stern-Informationen schulden der 99-Jährige und seine Frau dem Staat 31 Millionen Euro.

Der Filmemacher Artur Brauner

Der Filmemacher Artur Brauner

Der Artur Brauner und seine Frau Theresa schulden dem Staat gut 31 Millionen Euro. Das berichtet der stern in seiner aktuellen Ausgabe. Danach fordert das Finanzamt Berlin-Wilmersdorf von Artur Brauner exakt 13.006.430,13 Euro. Theresa Brauner, die mit ihm auch geschäftlich eng verbunden ist, soll gut 18,2 Millionen Euro. zahlen.

Der Steuerfall hat weniger mit dem Filmschaffen des 99-jährigen Brauner zu tun als mit ganz anderen Investitionen:  Die Familie verfügte lange über ein riesiges Immobilienvermögen mit rund 70 Wohn- und Geschäftshäusern. Im Laufe der Zeit mussten auf Druck von Gläubigerbanken zwar viele Objekte verkauft werden. Doch auch heute gehören den Brauners noch mindestens 15 Immobilien vorwiegend im .

Name Brauner auf Steuer-CD aufgetaucht

Wegen der Immobiliengeschäfte streitet Artur Brauner seit Jahren mit dem Fiskus, meist ging es um die Höhe der Gewerbesteuer. Zeitweise musste das die Steuern schätzen, weil Brauner – nach eigenen Angaben unverschuldet – keine korrekten Bilanzen vorlegen konnte. So liefen immer höhere Ansprüche auf.

Vom stern zu den enormen Summen befragt, ließ Brauner mitteilen, dabei handele es sich nicht um originäre Steuerschulden, sondern um "Nebenforderungen des Finanzamts, insbesondere Säumniszuschläge." Gegen diese wolle er sich gerichtlich wehren. Daneben seien auch Steuerforderungen streitig, bei denen die "Vollziehung" momentan ausgesetzt sei.

Anfang 2014 war zudem bekannt geworden, dass der Name Brauner auf einer Steuer-CD mit möglichen Schwarzgeldkonten steht, die das Land Nordrhein-Westfalen gekauft hatte. Die Daten betreffen die Schweizer Dependance der israelischen Leumi-Bank. Die Wuppertaler Steuerfahndung zog den Fall an sich. erklärte damals, bei dem Geld in der Schweiz handele es sich um "versteuertes Vermögen".

Fiskus greift seit Jahren nicht ernsthaft durch

 Der Fall bringt auch die Behörden selbst in Erklärungsnot. Denn der Finanzsenat schiebt Rückstände seit Jahren vor sich her. Bereits 2004 hatte der Fiskus versucht, offene Forderungen bei den Brauners einzutreiben – seinerzeit ging es um 6,8 Millionen Euro. Immer wieder ließen die Brauners das Amt jedoch ins Leere laufen. Ernsthaft durchgreifen – etwa durch eine Zwangsversteigerung - mochte der Senat bei dem prominenten Paar offenbar nicht.

Grundsätzlich gibt es immer wieder Steuerrückstände, bei denen die Vollstreckung ausgesetzt wird. In der Regel geschehe dies "mangels Erfolgsaussicht", wie der Berliner Finanzsenat mitteilt. Zum Jahresende 2016 belief sich diese Summe für Berlin auf insgesamt 247,7 Millionen Euro. Unter der Regierung von Klaus Wowereit (SPD, 2001 bis 2014) war sie zeitweise doppelt so hoch.

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