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Bahnrad-Legende Olympiasieger Stephen Wooldridge stirbt im Alter von 39 Jahren

Bahnradsportler Stephen Wooldridge mit seinen Teamkollegen
Das australische Bahnrad-Team bei der Weltmeisterschaft 2002. Stephen Wooldridge (4 v. links) wurde nur 39 Jahre alt
© Mladen Antonov/Picture-Alliance
Der australische Radsportler und Olympiasieger Stephen Wooldridge ist tot. Wooldridge war ein Ausnahmesportler in seiner Disziplin, dem Bahnradsport. Ein Vertrauter bestätigte psychische Probleme.

Die australische Radsportgemeinde trauert um den Olympiasieger Stephen Wooldridge. Das Olympische Komitee Australiens (AOC) teilte am Dienstag auf seiner Website mit, dass Wooldridge im Alter von nur 39 Jahren verstorben sei.

"Stephen war ein außergewöhnlicher Radsportler und Olympiasieger, an den man sich immer erinnern wird", sagte AOC-Präsident John Coates. Zu den Todesumständen macht der Verband keine weiteren Angaben.

Olympiasiger Stephen Wooldridge

Den größten Erfolg seiner Laufbahn feierte Wooldridge bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, wo er als Teilnehmer am Vorlauf zum Olympia-Gold in der Mannschaftsverfolgung beitrug. In der gleichen Disziplin holte Wooldridge in den Jahren 2002, 2003, 2004 und 2006 auch den Weltmeister-Titel. Über die Hintergründe von Wooldridges Tod machte das AOC selbst keine weiteren Angaben.

Phill Bates, langjähriger Wegbegleiter von Wooldridge schrieb in einem Gastbeitrag für das australische Radsportportal "Ride Media", dass den Olympiasieger von Athen psychische Problemen plagten und dass Wooldridge Suizid begangen habe.

Wooldridge setzte sich nach seiner aktiven Karriere dafür ein, dass ehemalige Profisportler wieder den Weg in einen geregelten Alltag finden. Der Australier, der auch einen akademischen Abschluss in Ingenieurwissenschaften hat, hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

fk DPA

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