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Daddylicious: Spielzeug gestern, heute, morgen – Papa auf der Spielwarenmesse

Auch wenn die Eltern eher auf Baumhaus als auf Bildschirm stehen, haben Kinder bei ihrem Spielzeug ganz andere Vorlieben. Kai Bösel will sich auf der Spielwarenmesse mal genauer ansehen, was 2016 Trend ist.

Niemals wollte ich einen Text mit einem Satz anfangen wie: "Als ich klein war, gab es noch gar keine Computer ...". Denn ich erinnere mich daran, wie ätzend ich selbst als Kind aus meiner Sicht steinalte Leute fand, die mir solche Sätze ungefragt entgegengeschleudert haben. Was kann ich dafür, in einer Zeit geboren zu sein, in der das Panini-Sammelalbum, der Walkman, TippKick oder der Zauberwürfel erfunden wurde? Genau, gar nichts.

Und so können auch unsere Kinder nichts dafür, zwischen Smartphones, Tablets und Konsolen groß zu werden. Diese Geräte sind böse, das hat mir ein Kinderarzt mal bestätigt. So sorgt angeblich zu viel fernsehen bis zum 25. Lebensjahr dazu, die Entwicklung zu verlangsamen. Heute ein Kinderzimmer mit Spielzeug auszustatten, gleicht einer fast unlösbaren Aufgabe. Denn viele Eltern favorisieren das Motto "Baumhaus statt Bildschirm" und wünschen sich für ihren Nachwuchs kreatives Spielzeug aus natürlichen Materialien. Aber habt ihr euer Kind mal im Eingangsbereich eines Spielzeugladens von der Leine gelassen? Dann wisst ihr, dass die Stöpsel sofort auf all das losgehen, was blinkt, hüpft und nervige Geräusche macht. Oder Barbie heißt. Liebe Eltern ganz frisch geborener Kinder: Schminkt euch ab, an der "Eisprinzessin" oder "Star Wars" vorbeizukommen. Das würde nur funktionieren, wenn ihr eure Kinder in den Keller sperrt. Und das macht zum Glück auch niemand ...

Und warum erzähle ich euch das alles? Weil ich mich nächste Woche auf eine Zeitreise begeben werde. Ich besuche die Spielwarenmesse in Nürnberg, das Eldorado für das Kind im Mann. Aber ich habe eine Mission, denn ich bin auf der Suche nach den tollen Sachen, die wir unseren Kindern guten Gewissens zum Spielen überlassen können. Dabei begegnen mir recht viele Marken aus der eigenen Kindheit. Starten tue ich mit einem Gespräch am Stand von Ravensburger. Darauf freue ich mich, denn ich hab als Kind ziemliche viele Puzzle gemacht, am liebsten zusammen mit meinem Opa. Daher haben wir auch unsere Tochter früh an altersgerechte Puzzle herangeführt und sind überrascht, mit welcher Geduld sie die kleinen Teile zusammenbaut. Sicherlich hat fast jeder Anbieter von Spielzeug inzwischen auch Angebote, die sich per App steuern oder mit Batterien betreiben lassen. Aber ich bin trotzdem großer Fan von klassischen Produkten ohne Schnickschnack.

Weiter geht es in Nürnberg auf einen Kaffee mit Fisher Price, anschließend zum Plausch über Holzeisenbahnen mit BRIO und Mittagessen plane ich mit den Modell-Spezis von SIKU. Wahrscheinlich sind euch alle diese Marken bekannt, oder? Erinnert ihr euch jetzt an eure erste Holzeisenbahn, für die ihr jeden Tag neue Strecken aufgebaut, Güter verladen und Schienen verlegt habt? Oder an eure ersten kleinen Modellautos, eure Lieblingsmodelle, die immer in der Hosentasche eurer abgewetzten Jeans gesteckt haben? Bei mir erscheinen Bilder aus meiner Kindheit in meinem Kopf. Und diese Bilder möchte ich auch gern meinen Kindern ermöglichen. Daher stehe ich auf Sachen, mit denen sich Kinder stundenlang beschäftigen können.

Ich bin aber nicht nur von gestern, daher besuche ich auch die Stände von Jazwares, VTECH und Tinkerbots und schau mir mal den "hot shit" an, der momentan gerade Einzug in die Kinderzimmer hält. Das ist aber nur ein futuristischer Ausflug, danach geht es mit dem Sortiment von Carrera und Märklin dann wieder kultig weiter. Insbesondere in die Modelleisenbahn ist von meinem Taschengeld recht viel abgeflossen. Zusammen mit meinem Bruder habe ich kleine Häuser und Bahnhöfe zusammengeklebt, Lampen in Personenwagen eingebaut und Berge aus Maschendraht und Gips mit künstlichem Moos beklebt. Ein Wunder, dass wir heute nicht im Miniatur-Wunderland arbeiten und unseren Kindheitstraum leben.

VW weiss, was Vätern Spass macht... #vw #volkswagen #carrera #carrerabahn #race

Ein von DADDYlicious (@dadlicious) gepostetes Foto am

Nach zwei spannenden und auch anstrengenden Messetagen geht es dann voller Inspiration zurück, um unsere Leser - also euch - über die aktuellen Highlights zu informieren.

Und abschließend möchte ich gern von euch wissen: Was waren eure Klassiker im Kinderzimmer? Welches Spielzeug hat aus eurer Sicht den Begriff "Kult" verdient? Gebt gern noch ein paar Kommentare ab, dann checke ich für euch in Nürnberg, was draus geworden ist. Den Monchichi habe ich übrigens letztes Jahr schon entdeckt ...

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.