HOME

Gender-Vorurteile: "Like A Girl" ist eine Beleidigung

Weil wir sie benutzen, ohne darüber nachzudenken, halten sich Phrasen in unserem Sprachschatz, von denen manche erstaunliche Auswirkungen haben. Etwa das negativ konnotierte "wie ein Mädchen".

Wenn Werbung es schafft, einem die Augen zu öffnen, dann muss schon eine richtig gute Idee dahinterstecken. In einer neuen Kampagne des Bindenherstellers Always ist das der Fall: Auf die einfache Bitte an pubertierende Mädchen, Jungen und einen Mann, sich "wie ein Mädchen" zu bewegen, bekommt die Dokumentarfilmerin und Fotografin Lauren Greenfield erstaunliche Posituren präsentiert: Die Mädchen hampeln vor der Kamera herum, als wären sie eine Persiflage ihres eigenen Geschlechts. Die Jungen, egal welchen Alters, bewegen sich "als Mädchen" wie motorische komplett unfähige Wesen.

Dann jedoch tut sich ein erstaunlicher Unterschied auf: Fordert Greenfield Mädchen zwischen sechs und zehn Jahren dazu auf: "Wirf mal einen Ball wie ein Mädchen", "Lauf wie ein Mädchen", kommen ganz andere Ergebnisse zustande. Die Kleinen strengen sich an, zeigen sich extrem sportlich und geben ihr Bestes.

Das Geschlecht als Beleidigung

Nach dieser Beobachtung will Greenfield von einem ihrer Akteure, einem etwa zehnjährigen Jungen, wissen: "Hast du gerade deine Schwester beleidigt?" "Nein!", reagiert dieser ganz entsetzt, um dann zu ergänzen "ich habe Mädchen beleidigt, aber nicht meine Schwester." Sie fragt ein etwa zehnjähriges Mädchen: "Klingt 'wie ein Mädchen' für dich nach etwas Gutem oder Schlechtem?" Die Kleine zögert und sagt: "Ich weiß es nicht genau, aber es hört sich an, als wolle man damit jemanden demütigen."

Eine 16-Jährige erklärt, wie die Veränderung der Eigenwahrnehmung als Mädchen in der Pubertät entsteht: "Ich glaube, wenn ein Mädchen zwischen zehn und zwölf die Worte 'wie ein Mädchen' als Beleidigung hört, nimmt es ihm das Selbstvertrauen. In diesem Alter versucht man, etwas über sich herauszufinden." Eigentlich fühlten sich die Mädchen in diesem Alter stark, aber sie würden durch geschlechtsspezifische Äußerungen wie diese, die sie in ein negativ besetztes Bild pressen, verunsichert.

Ziel der Kampagne #LikeAGirl ist es, den Ausdruck als Stärke zu verstehen.

bal
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.