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Kindercomic "Supercool": Wenn die Grundschule die Hölle ist und du selbst mittendrin

Tanja hat eine missgünstige Klassenkameradin, die ihr das Leben schwermacht: Naomi hetzt gegen sie. Tanja ist unglücklich und fühlt sich ausgegrenzt. Bis sie plötzlich weiß, dass sie eine Freundin hat.

Illustration von Kindern im Klassenzimmer

Tanja ist nicht sicher, was ihre Mitschülerinnen zu ihrem neuen Haarschnitt sagen werden – also lässt sie lieber ihren Fahrradhelm auf

Du fühlst dich gut, als du zur Schule gehst, schließlich hat dir Mama gerade erst die neue Jeansjacke spendiert, die du unbedingt haben wolltest. Du kommst auf den Schulhof, stolz und bester Laune, doch dann ist da Naomi. Naomi, die dein ganzes Glücksgefühl-Kartenhaus zum Einsturz bringt – mit einer dummen Bemerkung. Naomi, die alles vergiftet. Die dafür sorgt, dass du, als du nach Hause kommst, deine neue Jacke frustriert in die Ecke schmeißt.

Das Thema Mobbing hat längst die Schulhöfe der Grundschulen erreicht. Wer nicht mit einem unerschütterlichen Selbstbewusstsein und einem eingeschworenen Freundeskreis ausgestattet ist, oder wer einfach nur das Pech hat, einen missgünstigen Mitschüler oder eine neidische Mitschülerin zu haben, kann ganz schnell Ausgrenzung zu spüren bekommen. Und darunter leiden. Denn genau so wenig wie Teenager oder Erwachsene können Kinder Gemeinheiten oder dumme Bemerkungen ignorieren.

"Mein Buch soll Spaß machen"

Tanja Esch, die Autorin und Illustratorin von "Supercool", weiß, wovon sie schreibt. Das Buch ist aus ihrer Bachelorarbeit an der HAW Hamburg hervorgegangen. Die 28-Jährige erklärt mit augenzwinkerndem Humor, warum sie dieses Thema gewählt hat: "Es ist eine Grundschulgeschichte, bei der es um Coolness, Ausgrenzung und Freundschaften geht. Sie ist zum Teil autobiografisch, hat jedoch im Laufe meiner Arbeit an der Erzählung ein Eigenleben entwickelt. Den Anstoß gaben jedenfalls einige Erlebnisse aus meiner Kindheit, die mir noch heute so präsent sind, dass sie wohl prägend gewesen sein müssen. Und so bekam ich Lust, Kindern davon zu erzählen. Mein Buch soll nicht belehren, es soll Spaß machen. Es soll dem Kind ein gutes Gefühl vermitteln. Einen Konflikt muss es zwar geben, so ist das echte Leben nun mal, aber ein Happy End ist gut und macht, dass wir alle besser schlafen können."

Esch gelingt es mit "Supercool" hervorragend, die Nöte der kleinen Tanja nachfühlbar zu machen: Ihre Angst davor, was die anderen sagen werden, weil sie nun einen Kurzhaarschnitt hat – wo doch die Jeansjacke schon für abfällige Bemerkungen gesorgt hat. Wie sehr das Verhalten der Mitschüler das Wohlgefühl eines Kindes beeinflusst, hat mancher Erwachsene schlicht vergessen. Dieses "Schulheft" hilft, sich zu erinnern und bietet eine ideale Grundlage, sich mal die Eindrücke des eigenen Kindes zum Thema Mobbing erzählen zu lassen.

Dem Getratsche der Mitschülerinnen die Stirn zu bieten, ist Tanja zu Anfang schwergefallen. Doch die positive Reaktion von Kristina auf ihren neuen Haarschnitt hat ihr Selbstbewusstsein gestärkt: Sollen die anderen doch denken, was sie wollen!

Dem Getratsche der Mitschülerinnen die Stirn zu bieten, ist Tanja zu Anfang schwergefallen. Doch die positive Reaktion von Kristina auf ihren neuen Haarschnitt hat ihr Selbstbewusstsein gestärkt: Sollen die anderen doch denken, was sie wollen!

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