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Aktfotografie von Guido Argentini: Rote Lippen soll man küssen

Der Fotograf Guido Argentini bringt seine künstlerische Vision in Büchern zum Ausdruck. Opulente Bildbände, die vor Sinnlichkeit überborden.

Guido Argentinis Fotos sind zuallererst Bilder der Leidenschaft. Seiner eigenen, die er schon früh entwickelte: "Ich habe mit meiner ersten Freundin angefangen zu fotografieren, da war ich 16, 17", sagt Argentini. "Seither habe ich nicht mehr aufgehört. Der Fotograf wurde in Florenz geboren, dort absolvierte er auch sein Studium. Dennoch dauerte es noch einige Jahre, ehe er aus seiner Leidenschaft eine Profession machte: Erst mit 23 entschied er sich, hauptberuflicher Fotograf zu werden. Als Autodidakt. Zunächst arbeitete er in den Bereichen Fashion und Beatuy. In den 90er Jahren zog er in die USA, wo er für für fast alle großen Magazine arbeitete, darunter "MarieClaire", "Men'sHealth", "Playboy", "Vogue", "Max" und "Maxim".

Zu seinen Interessen gehört der weibliche Körper, was man an den Büchern erkennen kann, die Argentini publiziert hat und anhand derer sich seine künstlerische Reise nachvollziehen lässt: "Silvereye" (teNeues, 2003), "Private Rooms" (teNeues, 2005), "Reflections" (teNeues, 2007), “Shades of a Woman” (Damiani, 2010) und "Argentum (teNeues, 2013) zeigen die Entwicklung von der reinen Betrachtung der Frauen hin zum filmischen Erzählen. 

Guido Argentini hat sieben Jahre an "Diptychs" gearbeitet

Sein neues Buch "Diptychs" soll im Herbst dieses Jahres erscheinen, sieben Jahre hat Argentini daran gearbeitet, und es soll ein ganz neues Konzept verfolgen. Jedes Foto ist ein Diptychon, das aus zwei Fotografien zusammengestellt wurde: einer Frau und einer Landschaft beziehungsweise einem Stillleben. Doch unabhängig vom künstlerischen Ansatz, eines ist sich der Fotograf sicher: "Du musst jede Frau lieben, die du fotografierst. Allerdings nur am Set."

So ist er seinem großen Ziel wieder ein Stück näher gekommen: "Bücher zu machen, war schon immer mein Ziel, seit ich zum allerersten Mal eine Kamera in die Hand genommen habe", sagt Argentini. "Bücher sind zeitlos, während Magazine irgendwann im Müll enden."


Mehr über den Fotografen auf seiner Homepage: www.guidoargentini.com

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