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Nachwuchs-Preis: "gute aussichten" in jeder Hinsicht

Das Nachwuchs-Projekt "gute aussichten" fördert auch in diesem Jahr wieder besonders begabte Fotografen. Die besten Beiträge 2005 sind nun in einer Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen.

Zumindest im Bereich Kunst und Fotografie ist Deutschland derzeit noch Weltspitze. Die Werke von Gerhard Richter oder Wolfgang Tillmans erzielen Rekordsummen und genießen höchste Anerkennung. Damit dieses Land auch weiterhin künstlerische Talente hervorbringt, ist vor zwölf Monaten "gute aussichten" ins Leben gerufen worden. Ziel dieses Nachwuchs-Programms ist es, junge deutsche Fotografen zu fördern. In diesem Jahr geht das Projekt in die zweite Runde. Insgesamt 90 Abschlussarbeiten aus dem Studienbereich Fotografie deutscher Hochschulen, Universitäten und Akademien wurden zum diesjährigen Wettbewerb eingereicht. Aus ihnen haben die Juroren 13 Werke für "gute aussichten 2005/2006" ausgewählt, die nun in einer Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen sind.

Die Jury setzte sich zusammen aus Josefine Raab, der Initiatorin des Projektes, dem Fotografen Andreas Gursky, Mario Lombardo, Art Director der Musikzeitschrift"Spex" und Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie.

"Exemplarische Zusammenschau"

Das Spektrum der Beiträge reicht von seriell angelegter Fotografie bis hin zu mehrteiligen fotografischen Arbeiten, die durch Filme und Bücher ergänzt werden. Thematisch spannt sich ein weiter Bogen: von der Auseinandersetzung mit der Rolle von Bild und Text in der aktuellen Berichterstattung ("Terror Terra Errata" von Martin Willner) über surreal inszenierte Räumlichkeiten zur Erforschung des eigenen Lebensfeldes (Bettina Metzens "Selbstgespräche mit dem Universum") bis zu Claudia Christoffels "Gaffadream", die mit ihrem Spiel von Sichtbarem und Verborgenem irritiert. Die Initiatorin und Leiterin von "gute aussichten", Josefine Raab, nennt die diesjährige Ausbeute "eine überraschende und exemplarische Zusammenschau dessen, was an außergewöhlichen Arbeiten in den letzten zwölf Monaten an junger Fotografie in Deutschland entstanden ist."

Erstmals vorgestellt wird in Hamburg die zur Ausstellung gehörige Edition "gute aussichten - junge deutsche fotografie 2005/ 2006". Die blaue Schmuckkassette enthält je ein signiertes Motiv eines Fotografen sowie ein Deckblat und erscheint in einer einmaligen Auflage von 23 Exemplaren zum stolzen Preis von 1995 Euro.

Katalog für 35,90 Euro

Wer etwas weniger Geld berappen will, kann das diesjährige Katalog-Buch "gute aussichten - junge deutsche fotografie 2005/ 2006" käuflich erwerben. Es umfasst 244 Seiten, davon 144 Fotografien, und ist in jeder Buchhandlung oder direkt über die Website zum Preis von 35,90 Euro erhältlich.

"gute aussichten - junge deutsche fotografie" geht nach der Eröffnung in Hamburg auf weite Reisen. Zunächst wird die Ausstellung in in Dortmund (Künstlerhaus), Frankfurt/Main (Mousonturm & Commerzbank) und München (Kultfabrik) zu sehen sein. Danach verlässt sie die Landesgrenzen und wird in Teilen in den Goethe-Instituten von Casablanca und Rabat (Marokko), Algier (Algerien) und Washington (USA) präsentiert.

Die Ausstellung:

gute aussichten - junge deutsche fotografie 2005/2006
Haus der Photographie, Deichtorhallen, Hamburg
16. Dezember 2005 - 26. Januar 2006
www.deichtorhallen.de

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