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Glühwein-Test: Süßer Getränke nie schmecken

Sie sehen rot und harmlos aus. Doch die heißen Mischungen haben es in sich: Bis zu 12,5 Prozent beträgt der Alkoholgehalt fertiger Glühweinmixturen, die es im Supermarkt zu kaufen gibt. stern.de hat neun Sorten getestet.

Kein Weihnachtsmarktbesuch ohne einen ordentlichen Schluck Glühwein. Wenn es draußen richtig kalt wird, muss der Glühwein von innen wärmen. Im Dezember findet Glühwein auch in Lebensmittelläden reißenden Absatz. Denn nur noch die wenigsten machen sich zu Hause die Mühe und setzen auf alte Familienrezepte mit Rotwein, Zimt und Nelken.

Besser als der Ruf

Der Griff zum fix und fertigen Adventsgetränk ist kein teures Vergnügen. Im Supermarktregal werden Glühweinmischungen im Tetrapack unter einem Euro angeboten. Dementsprechend schlecht ist der Ruf des alkoholischen Heißgetränks. Als billiger Fusel wird der Kopfschmerzmacher abgetan. Doch immerhin fließen jedes Jahr 40 Millionen Liter Glühwein durch die Kehlen der Deutschen, fast ausnahmslos in den Winterwochen.

Grund für die stern.de-Redaktion, diverse Kandidaten dieses Massenproduktes zu testen. Statt idyllischem Weihnachtsmarkt-Ambiente wurden die neun Glühweine in der "Brigitte"-Versuchsküche auf Temperatur gebracht und bei der Verkostung auf Duft, Geschmack, Süße, Fruchtigkeit und Säure untersucht.

Das überraschende Ergebnis: Ein hoher Preis ist keine Garantie für einen guten Geschmack. So erwies sich der teuerste Glühwein nicht als Renner. Die Preisspanne aller in drei verschiedenen Supermärkten erworbenen Glühweine reichte von 0,79 bis 3,29 Euro. Zweite Überraschung des Glühweintests: Alle sechs Tester erschienen am nächsten Morgen in der Redaktion. Nur ein Kollege fragte nach einer Kopfschmerztablette.

tib
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