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Teil 21: Message in a bottle

Bevor die Kalifornier aus Zinfandel anständigen Rotwein machten, tranken sie lange "Blush", einen unkomplizierten rosaroten Sommerwein. Er schmeckt nach Relaxen am Strand, und es gibt ihn bis heute.

Kalifornien, Wein 3

Der Typ

Gefällig

Rosé ist zurzeit ein echter Mega- Hype, kein anderer Weintyp boomt annähernd so stark. Obwohl er die Weinkenner immer auch polarisiert - und den neuen Freunden des Rosés ihr Lippenbekenntnis noch schwerfällt. Etwa nach dem Motto: "Du Mama, ich liebe Rosé ..." - "Mein Gott, wenn Papa das erfährt!"

Im heißen Klima Kaliforniens gibt es gute Gründe, aus der Rebsorte Zinfandel nicht nur starke Rotweine zu machen, sondern auch delikate Rosés, bei denen man selbst nach dem dritten Glas im Besitz seiner Artikulationsfähigkeit bleibt. Damit der Alkohol nicht dominiert, sondern die feine Fruchtigkeit des Weins unterstützt, stoppen die Winemaker die Gärung an einem bestimmten Punkt. Das geschieht, indem sie den Tank stark abkühlen.

Die Hefen schlafen ein, im Wein verbleibt ein Teil unvergorenen Traubenzuckers, und es gibt weniger Alkohol. So entsteht ein weicher, leicht süßer Charmeur, der in der Hitze easy drinking garantiert, mit nur 9,5 Prozent Alkohol. Dieser Weintyp - "Blush" genannt - ist seit Jahrzehnten der große Renner in Kalifornien. Das weltgrößte Familienweingut, E & J Gallo, erzeugt so einen Zinfandel Rosé unter dem Markennamen Copperidge. Die Trauben werden in Modesto in den Weingutskellereien im Central Valley verarbeitet. Das Central Valley ist das größte Weinbaugebiet Kaliforniens, eine heiße und zugleich sehr fruchtbare Gegend.

Kühlen Sie unseren Rosé amerikanisch kalt herunter, die Flasche muss beschlagen, wenn sie aus dem Kühlschrank kommt. Dann schmeckt er nach Bonbons, die an Erdbeeren, rote Johannisbeeren und Drops erinnern. Eine cremige Süße macht sich im Mund breit. Das passt perfekt zum TV-Dinner, zu kräftigen Currys mit Kokosmilch oder Ananas und Litschis. Oder um die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres zu feiern.

Cornelius und Fabian Lange / print
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