Im Jahr 2025 wurden mindestens 88 Frauen von ihren Partnern, Ex-Partnern oder von Männern, die gern ihre Partner gewesen wären umgebracht.
64 wurden in ihrer eigenen Wohnung getötet. Der Großteil dieser Frauen wurde erstochen oder erwürgt. Andere wurden erstickt, angezündet, überfahren.
Viele, aber nicht alle diese Fälle, lassen sich als Femizide einstufen. Das heißt nach derzeit gängiger Definition, die Frauen wurden also aufgrund ihres Geschlechts getötet. Wegen veralteter Rollenbilder. Weil Männer dachten, sie zu besitzen. Sieht man die Häufung dieser Taten, merkt man: Deutschland hat ein Problem.
Seit Januar 2025 scannte ein Rechercheteam des stern täglich das Internet nach Meldungen zu Tötungen. Es fokussierte sich auf Fälle, bei denen die Täter Partner oder Ex-Partner der Frauen waren. Oder Fälle, bei denen Männer die Frau aus dem Wunsch nach einer Partnerschaft töteten. Jeden Fall trug das Team in eine Tabelle ein und recherchierte Details zu jedem dieser Fälle. Ergebnis ist ein Kalender, der die traurige Bilanz eines Jahres zeigt.
Das angegebene Datum ist das Todesdatum. Ist der Todeszeitpunkt nicht bekannt, handelt es sich um das Funddatum der Leiche. Es wurde mit einem "*" markiert.
Das gesamte Rechercheteam: Ingrid Eißele, David Holzapfel, Jana Luck, Johanna Wagner, Isabelle Zeiher
Verifikation: Michael Lehmann-Morgenthal, Christian Schwan, Andrea Wolf
Grafik: Catharina Cerny, Nikolas Janitzki
Digitales Storytelling & Datenvisualisierung: Tatjana Anisimov-Wippermann, Nils Erich, Patrick Rösing
Koordination: Johanna Wagner, Isabelle Zeiher
Leitung: Félice Gritti, Marc Neller
Bildnachweise: stern-Montage; Fotos: dpa Picture Alliance (7), Getty Images (3), Imago Images (2), Wikipedia (2), Privat