Jemen Kind stirbt nach Zwangsheirat


Ein 13-jähriges Mädchen ist im Jemen kurz nach ihrer erzwungenen Hochzeit an einer Vaginalblutung gestorben. Im islamischen Land werden Mädchen oft mit viel älteren Männern vermählt.

Im Jemen ist nach Angaben der Menschenrechtsorganisation El Schakaek ein 13-jähriges Mädchen wenige Tage nach ihrer Zwangsheirat an einer Vaginalblutung gestorben. Die Nichtregierungsorganisation teilte am Donnerstag mit, das Mädchen aus der Provinz Hadscha sei am 2. April verstorben. Laut einem rechtsmedizinischen Gutachten ist das Mädchen an einer Scheidenverletzung verblutet. Das Kind war laut El Schakaek Ende März in einer sogenannten Tauschheirat mit einem etwa dreißigjährigen Mann vermählt worden. Im Gegenzug wurde seine Schwester mit einem Mann aus der Familie des Mädchens verheiratet.

Mädchen-Beschneidung ist im Jemen stark verbreitet

Die Verheiratung kleiner Mädchen ist in dem bitterarmen Land mit starken Stammesstrukturen weit verbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation, WHO, berichtet, dass im Jemen nach wie vor rund 23 Prozent der Mädchen beschnitten werden. Jemen liegt im Süden der Arabischen Halbinsel. Zurzeit debattiert das arabische Land einen Gesetzesentwurf, der ein Mindestalter von 17 Jahren für die Verheiratung von jungen Mädchen vorsieht. Frauenrechtlerinnen unterstützen den Entwurf, Konservative und Fundamentalisten lehnen ihn ab.

AFP AFP

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