Polizistenmord in Kusel Im Gerichtssaal mit Andreas S.: Wie er den Prozess gegen sich zu seiner Show macht

Der Wilderer Andreas S. befindet sich vor Gericht wegen Polizistenmord
Der Prozess gegen Andreas S. wirkt wie ein Schauspiel. Dem Wilderer wird vorgeworfen im Januar 2022 zwei Polizisten in Kusel grausam ermordet zu haben
© Uwe Anspach/dpa
Seit nun fast einem Monat muss Andreas S. sich für einen Polizistenmord vor Gericht verantworten. Seine Auftritte befremden.

Dies ist ein Text über einen Gerichtsprozess. Er handelt nur nebensächlich von Schuld oder Unschuld. Sondern davon, in welchem Ton sie verhandelt wird.

Der Ort, an dem der Prozess stattfindet, ist ein Würfelgebäude neben dem Hauptbahnhof Kaiserslautern. Im Saal 1 des Amtsgerichts, die Wände mit breiten Holzplatten verkleidet, der Boden grau, wird seit fast einem Monat mehrmals in der Woche ein Mann von zwei Wachtmeistern zu seinem Platz geführt, erst dort nehmen sie ihm die Handschellen ab. Es ist Andreas S., die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am Morgen des 31. Januar zwei Polizisten, Alexander K. und Yasmin B., brutal ermordet, ja nahezu hingerichtet zu haben. Weil sie ihn beim Wildern erwischten.


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