Die Stuttgarter Polizei warnt Unternehmen und Privatpersonen vor einer wieder verstärkt auftretenden Betrugsmasche, bei der angebliche Kanzleien Insolvenzverkäufe anbieten. So verschicken die Betrüger per E-Mail professionell gestaltete Produktkataloge. Die angebotenen Waren sollen angeblich aus Insolvenzen stammen und werden zu günstigen Preisen angeboten, wie die Polizei mitteilte.
Nach Angaben der Ermittler wirken die dazugehörigen Internetseiten auf den ersten Blick seriös. Häufig werden im Impressum die Daten existierender Unternehmen verwendet. Zudem seien sie teilweise über örtliche Festnetznummern erreichbar, um Seriosität vorzutäuschen. Im weiteren Verlauf verlangen die Täter regelmäßig den Versand von Ausweisdokumenten, etwa zur angeblichen Vertragsabwicklung. Diese Ausweiskopien würden aber oftmals für weitere Betrugshandlungen missbraucht, warnte die Polizei.
Angebote genau nachprüfen
Erst kürzlich hatte ein Mann von einer angeblich in Stuttgart ansässigen Kanzlei einen Bildschirm gekauft und überwies rund 700 Euro. Ein weiteres Unternehmen erhielt von derselben vermeintlichen Kanzlei ein Angebot über Waren im Wert von rund 30.000 Euro, erkannte den Betrug jedoch noch rechtzeitig vor einer Zahlung.
Die Polizei rief zur sorgfältigen Prüfung solcher Angebote auf. Insolvenzverfahren werden offiziell über das zuständige Amtsgericht geführt. Über die Internetseite www.insolvenzbekanntmachungen.de könne geprüft werden, ob das Verfahren und der genannte Verwalter dort tatsächlich registriert seien.