Beim Unfall in der Schwarzwald-Gemeinde Schramberg, bei dem eine Frau und ihr kleiner Sohn ums Leben kamen, ist neben einem Lkw-Fahrer auch ein weiterer Beteiligter leicht verletzt worden. Letzterer scheint dabei nach Angaben der Polizei großes Glück gehabt zu haben.
Der 42-Jährige saß in seinem geparkten Auto, als der Transporter am Mittwoch außer Kontrolle geriet, gegen seinen Wagen und zwei andere Fahrzeuge prallte und eine Frau und ihr Kind auf dem Gehweg überrollte. "Der Wagen wurde durch die Kollision umgeworfen und kam auf der rechten Fahrzeugseite zum Liegen", teilte die Polizei mit. Der leicht verletzte Mann konnte sich aber selbst aus seinem Auto befreien.
Spendenaufruf für Familie
Am Tag nach dem Unfall bemüht sich die Gemeinde, die Tragödie gemeinsam zu verarbeiten und den Angehörigen der Opfer zu helfen. Ein Saal der Stadt stehe als Versammlungsstätte zur Verfügung, "so lange, wie die Familie ihn braucht", sagte Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr (parteilos). Dort könnten sich Verwandte und Freunde treffen und trauern. "Wir haben das Gefühl, das ist gerade das Beste, was wir für die Familie tun können", sagte Eisenlohr.
Tausende Menschen spendeten Geld für die Familie. Bis Donnerstagmittag kamen mehr als 71.000 Euro auf der Spendenplattform Gofundme.com zusammen. Den Spendenaufruf startete eine Freundin der getöteten 29-Jährigen. Das Ziel sind 120.000 Euro.
Für die Eltern der Kindertagesstätte, die der überfahrene drei Jahre alte Junge besuchte, werde es zudem ein Angebot mit Psychologin, Trauerbegleitung und Notfallseelsorge geben, sagte die Rathauschefin der Deutschen Presse-Agentur. "Wir werden uns bemühen, alle Angebote bedarfsgerecht zu konzipieren."
Transporter prallt gegen Hauswand
Am Mittwochmorgen hatte ein Lastwagen in Schramberg (Landkreis Rottweil) eine 29-jährige Mutter und ihren Sohn erfasst. Beide starben noch an der Unfallstelle. Der 53-jährige Lastwagenfahrer wurde leicht verletzt. Er hatte nach Polizeiangaben und eigener Aussage das Bewusstsein am Steuer verloren. Daraufhin war der Transporter gegen mehrere geparkte Autos und über den Gehweg hinweg gegen eine Hauswand geprallt.