Vor Schüssen der Polizei auf einen jungen Mann in Walldorf haben die Beamten nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt länger vergeblich versucht, den 20-Jährigen zur Aufgabe zu bewegen. Wie die beiden Behörden mitteilten, geht dies aus Videoaufnahmen aus den Bodycams der eingesetzten Beamten hervor.
Vor einer Woche hatte die Polizei im Rhein-Neckar-Kreis auf den Mann geschossen und ihn schwer verletzt. Er soll zuvor vor einer Verkehrskontrolle geflüchtet sein und die Beamten später mit einem Messer bedroht haben. Der 20-Jährige sei weiterhin im Krankenhaus, sein Zustand sei zum jetzigen Zeitpunkt stabil, hieß es in einer Mitteilung.
Bevor die Beamten geschossen hätten, hätten sie "über einen längeren Zeitraum vergeblich versucht", den Mann zu überzeugen, das Messer wegzulegen. Auch Pfefferspray und Warnschüsse hätten nichts geholfen.
Als der 20-Jährige schließlich mit dem Messer schnell und "in bedrohlicher Weise" auf die Beamten zugelaufen sei, hätten schließlich drei Polizisten auf den Mann geschossen.