Bei einem Brand in einem Wohnhaus in Cham sind drei Bewohner verletzt worden. Ein 60-Jähriger erlitt eine schwere Rauchvergiftung und Verbrennungen, zwei Senioren haben leichte Rauchvergiftungen, wie die Polizei mitteilte. Das Haus sei nach dem Brand am Montag derzeit nicht mehr bewohnbar. Den Schaden schätzte die Polizei auf etwa 500.000 Euro.
Das Feuer brach nach bisherigen Erkenntnissen im Wintergarten aus und griff auf Balkon und Dach über. Nachbarn hätten Rauch bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Aus mehreren Fenstern hätten bereits Flammen geschlagen, als die Einsatzkräfte eintrafen, hieß es. Nachbarn hätten eine 91-Jährige und einen 93-Jährigen aufgefordert, hinauszukommen und die beiden hätten das Gebäude selbstständig verlassen, sagte ein Polizeisprecher. Den 60 Jahre alten bettlägerigen Bewohner rettete demzufolge die Feuerwehr aus dem stark verrauchten Haus. Er sei mit einem Rettungshubschrauber in eine Uniklinik geflogen worden. Die beiden anderen Bewohner brachte der Rettungsdienst in Krankenhäuser, wie die Polizei mitteilte.
Rund 90 Einsatzkräfte löschten laut Polizeiangaben mehrere Stunden lang und konnten verhindern, dass die Flammen auf benachbarte Gebäude übergriffen. Zur Brandursache ermittle nun die Polizei. Ein Brandgutachter soll demnach das Gebäude untersuchen.