Kriminalität
Ehefrau mit Teppichmesser angegriffen und Kinder mitgenommen

Sanitäter versorgen die verletzte Mutter. (Symbolbild) Foto: Hannes P Albert/dpa
Sanitäter versorgen die verletzte Mutter. (Symbolbild) Foto
© Hannes P Albert/dpa
Eine Frau wird mit einer blutenden Kopfverletzung auf der Straße gefunden. Es beginnt daraufhin eine stundenlange Suche nach ihren Kindern. Was war passiert?

Mit einem Teppichmesser soll ein Mann seiner Ehefrau in Traunstein aufgelauert, sie angegriffen haben und dann mit den gemeinsamen Kindern geflohen sein. Der 31 Jahre alte Verdächtige sei am Mittwoch nach mehreren Stunden festgenommen worden, wie die Polizei mitteilte. Nun sitzt er wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in Untersuchungshaft. 

Nach Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft soll der Verdächtige seiner - von ihm getrennt lebenden - Ehefrau in der Innenstadt aufgelauert haben. Die 23-Jährige sei dort mit den gemeinsamen vier und fünf Jahre alten Söhnen gewesen. Mit dem Messer stach der Verdächtige in Richtung Hals der Frau und bedrohte sie mit dem Tod. Der 31-Jährige traf die Frau mit dem Messer an der Schläfe und fügte ihr eine stark blutende Schnittverletzung zu, wie es weiter hieß. 

Polizei sucht mehr als sieben Stunden nach Kindern

Nach der Tat nahm der Mann die beiden Kinder mit und floh. Die Mutter versuchte ihn noch zu verfolgen, doch sei wegen ihrer Verletzungen nicht weit gekommen. Passanten bemerkten die Wunde der Frau und wählten den Notruf. Sanitäter versorgten schließlich die 23-Jährige. Lebensgefahr habe nicht bestanden. 

Mit zahlreichen Streifenwagen suchten daraufhin Beamte nach den beiden Kindern. Sie fanden die beiden Jungen zusammen mit dem Vater nach mehr als sieben Stunden im Stadtgebiet Traunstein. Die Kinder seien wohlauf gewesen, der Vater sei umgehend festgenommen worden. Ob es unmittelbar vor dem Messerangriff zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Mann und der Frau gekommen ist, war zunächst unklar.

dpa

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