Mutmaßlicher Kindesmissbrauch
Angeklagter ficht Urteil zu Missbrauch von Heimkindern an

Der Angeklagte soll um die Jahrtausendwende Minderjährige in dem Kinderheim sexuell missbraucht haben. (Archivbild) Foto: Pia Ba
Der Angeklagte soll um die Jahrtausendwende Minderjährige in dem Kinderheim sexuell missbraucht haben. (Archivbild) Foto
© Pia Bayer/dpa

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Mutmaßlicher Missbrauch in einem Kinderheim in Unterfranken: Der Verurteilte gesteht Übergriffe auf mindestens vier Jungen, doch mit der Strafe ist er nicht einverstanden.

Ein wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Heimkindern verurteilter Mann geht gegen die Entscheidung des Landgerichts Schweinfurt vor. Der 56-Jährige habe Revision eingelegt, teilte das Gericht mit. Es hatte den Angeklagten am 22. April zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Nun muss sich voraussichtlich das Bayerische Oberste Landesgericht mit dem Fall befassen.

Der Verdächtige hatte zum Auftakt des Berufungsverfahrens Übergriffe auf mindestens vier Jungen gestanden. Im ersten Verfahren vor dem Amtsgericht Schweinfurt hatte der Mann nichts zu den Vorwürfen gesagt. 

Übergriffe in Wohnwagen und auf Almhütte

Der Angeklagte war um die Jahrtausendwende als Hausmeister in dem Heim im Landkreis Schweinfurt tätig. Der Missbrauch soll unter anderem in einem Wohnwagen auf dem Heimgelände und auf einer Almhütte in Österreich stattgefunden haben. Die Opfer sollen damals zwischen 11 und 15 Jahre alt gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft und die Nebenklagevertreter hatten vor dem Landgericht beantragt, den Angeklagten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren zu verurteilen. Die Verteidigung hatte für eine Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren, ausgesetzt zur Bewährung, plädiert.

dpa