James Gaffigan bleibt der Komischen Oper Berlin als Generalmusikdirektor bis 2030 erhalten. "Meine Entscheidung, meinen Vertrag mit der Komischen Oper Berlin um weitere drei Jahre zu verlängern, basiert auf meiner tiefen Überzeugung, dass sie zu den derzeit bedeutendsten Opernhäusern weltweit gehört", erklärte Gaffigan laut Mitteilung.
Die Mischung aus "progressiven Inszenierungen, mutiger Programmgestaltung und einer wirklich einladenden Atmosphäre" sei für ihn "eine wichtige Quelle der Inspiration".
"Einer der Besten"
Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) teilte mit: "Berlin verdient die besten Köpfe. Die Komische Oper Berlin hat mit James Gaffigan definitiv einen davon." Gaffigan sei ein Dirigent von absolutem Weltrang. Ihn über 2027 für weitere drei Jahre für Berlin zu gewinnen, "war meine oberste Priorität", so Wedl-Wilson. Auch die Intendanten Susanne Moser und Philip Bröking bezeichneten die Vertragsverlängerung als zukunftsweisenden Schritt.
Bald Musikdirektor in Berlin und Houston
Neben seinem Berliner Amt startet Gaffigan mit Beginn der Spielzeit 2027/2028 parallel als Musikdirektor an der Houston Grand Opera. Trotz des neuen Kapitels bleibe es ihm ein "Anliegen, meine enge Beziehung zur Komischen Oper Berlin aufrechtzuerhalten". Die beiden Häuser seien zwar sehr unterschiedlich, aber durch "dieselben künstlerischen Werte und ein kompromissloses Bekenntnis zur Exzellenz" verbunden.
In seiner bisherigen Tätigkeit als Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin leitete Gaffigan zuletzt Neuproduktionen von Salome, Lady Macbeth von Mzensk und das gemeinsame Projekt Tausend in Tempelhof mit dem Deutschen Symphonie-Orchester und dem Rundfunkchor Berlin im Hangar. Mit Formaten wie Kinderkonzerten habe Gaffigan auch besonders das junge Publikum im Blick.