Volleyball-Bundesliga
"Komische Lichter": Berlin will sich nicht blenden lassen

Moritz Reichert will mit den BR Volleys ins Finale um die deutsche Meisterschaft einziehen (Archivbild) Foto: Andreas Gora/dpa
Moritz Reichert will mit den BR Volleys ins Finale um die deutsche Meisterschaft einziehen (Archivbild) Foto
© Andreas Gora/dpa
Die BR Volleys trennt nur noch ein Sieg vom Endspiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft. Im zweiten Halbfinalspiel kämpft der Hauptstadt-Club gegen Friedrichshafen - und die Beleuchtung.

Im Kampf um den Finaleinzug muss Seriensieger BR Volleys nicht nur den VfB Friedrichshafen aus dem Weg räumen. Auch die Gegebenheiten in der Halle am Bodensee stellen den Hauptstadt-Club vor eine Herausforderung dar. "Die haben etwas komische Lichter, die über die ganze Decke verteilt sind. Wenn man nicht daran gewöhnt ist, ist das manchmal komisch", sagte Nationalspieler Moritz Reichert der dpa. 

Im Unterschied dazu sind die Lichter in der heimischen Max-Schmeling-Halle eher an der Seite des Feldes. "Direkt über dem Feld sind eigentlich keine Lichter und das ist dann ein bisschen leichter, sich zu orientieren", berichtete Reichert. 

Matchball für Berlin

Ungeachtet der äußeren Umstände sind die Berliner der Favorit und nur noch einen Sieg vom Finale entfernt. Das erste Duell in der heimischen Max-Schmeling-Halle hatte man 3:1 gegen Friedrichshafen gewonnen. Reichert feierte nach Verletzungspause sein Comeback - und wurde prompt zum MVP gewählt. 

Klar ist, dass der Hauptstadt-Club noch eine Rechnung offen hat mit dem Bundesliga-Konkurrenten. Im Dezember hatte man im Pokal-Halbfinale mit 2:3 verloren. 

"Man kann sagen, dass einige Ergebnisse im Saisonverlauf enttäuschend waren. Wir haben zwar den Ligacup gewonnen, aber das Pokalfinale und die nächste Runde in der Champions League und im CEV Cup verpasst. Doch jetzt haben wir die Möglichkeit, das größte Ziel noch zu erreichen", sagte Libero Kyle Dagostino. 

Traumfinale gegen Lüneburg?

Auch wenn sich der volle Berliner Fokus auf das eigene Spiel richtet, schielt man mit einem Auge auf die Konkurrenz. In der zweiten Halbfinalserie führt Favorit Lüneburg gegen Düren. "Ich rechne auch damit, dass sie ins Finale kommen werden. Die haben ja bisher die ganze Saison über sehr stabil gespielt", befand Reichert. 

Die Norddeutschen hatten die Hauptrunde auf Platz eins beendet. Kommt es in einem möglichen Endspiel zwischen den Volleys und Lüneburg also zu einem entscheidenden fünften Spiel, hätte die SVG Heimvorteil.

dpa