Mild, trocken und sehr sonnig – so hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) das Frühjahr 2026 in Hamburg und Schleswig-Holstein zusammengefasst. In Hamburg erreichte die Durchschnittstemperatur einen zweistelligen Wert. Schleswig-Holstein überraschte mit rekordverdächtig vielen Sonnenstunden.
Hamburg mit zweistelliger Durchschnittstemperatur
Im Durchschnitt lag die Temperatur in Hamburg von März bis Mai bei 10,3 Grad. Das waren 2,3 Grad mehr als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990 (klimatologischer Vergleichswert). Gegen Ende gipfelten der Frühling laut DWD in sommerlichen Temperaturen: Bis zu 30 Grad brachten „bereits deutliches Sommerfeeling“, hieß es.
Außerdem fiel wenig Regen: Mit rund 121 Litern pro Quadratmeter waren rund 40 Liter pro Quadratmeter weniger als im langjährigen Durschschnitt von 163 Litern pro Quadratmeter. Sonne gab es mit rund 682 Stunden reichlich. Das langjährige Mittel liegt bei 470 Stunden.
Schleswig-Holstein mit viel Sonnenschein
Mit 9,2 Grad landete laut DWD auch Schleswig-Holstein deutlich über der langjährigen Durchschnittstemperatur von 7,1 Grad. Sommerliche Temperaturen von mehr als 25 Grad machten sich in den letzten Maiwochen den Angaben zufolge zwischen Nordsee und Ostsee breit.
Gleichzeitig sei mit nur 100 Litern pro Quadratmeter rund ein Drittel weniger Regen gefallen als mit 155 Litern üblich.
Als rekordverdächtig bewertete der DWD den Sonnenschein in Schleswig-Holstein: Die Sonnenstunden übertrafen mit rund 704 Stunden das langjährige Mittel von 492 Stunden deutlich. Damit sei das Frühjahr 2026 voraussichtlich in die Spitzengruppe der Messreihe seit 1951 gerückt.
Deutschlandweit eines der mildesten Frühjahre
Bundesweit war das Frühjahr nach Angaben des DWD eines der mildesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zudem fiel rund ein Drittel weniger Niederschlag als üblich, während die Sonnenscheindauer außergewöhnlich hoch ausfiel.