Weit ins Landesinnere von Schleswig-Holstein hat sich eine Robbe vorgewagt. Eine Spaziergängerin bemerkte und meldete das Tier am Donnerstag am Flüsschen Beste in der Nähe von Grabau im Kreis Stormarn, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Beamte entdeckten die Robbe und stellten fest, dass sie einen gut genährten und gesunden Eindruck machte. Ein Seehundbeauftragter bestätigte, dass es dem Tier gut gehe. Er hatte keine Bedenken, dass es dort bleiben konnte.
Die Beste mündet in Bad Oldesloe in die Trave und ist so mit der Ostsee verbunden. Grabau ist rund 50 Kilometer von Travemünde entfernt.
Nach Angaben aus der Seehundstation Friedrichskoog ist es nicht ungewöhnlich, dass Robben in Flüssen auch bis weit ins Landesinnere schwimmen. Solange es genug Nahrung gebe, sei das kein Problem. Menschen sollten 200 bis 300 Meter Abstand halten und sich entfernen, wenn sie eine Robbe oder einen Seehund entdecken. Hunde sollten angeleint sein.