Winterwetter Blindenverein: Orientierungshilfen von Schnee räumen

Der Blinden- und Sehbehindertenverein fordert, dass Gehwege so gründlich von Schnee und Eis geräumt werden, dass Orientierungshi
Der Blinden- und Sehbehindertenverein fordert, dass Gehwege so gründlich von Schnee und Eis geräumt werden, dass Orientierungshilfen für Blinde am Boden erkennbar bleiben. Foto
© Christian Charisius/dpa
Wer mit einem Blindenstock orientieren muss, hat es bei Eis und Schnee besonders schwer. Der Blinden- und Sehbehindertenverein erklärt, was beim Schneeräumen beachtet werden sollte.

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) hat die mangelhafte Räumung von Gehwegen beklagt. Auch taktile Leitsysteme wie die Blindenleitstreifen am Boden sowie Bordsteinkanten und die Haltestellen von Bussen und Bahnen müssten konsequent geräumt und gestreut werden, forderte der Verein. Menschen mit Seh- oder Mobilitätsbeeinträchtigung könnten sich ohne erkennbare Untergrundstrukturen nicht orientieren.

"Ungeräumte und vereiste Wege machen es Betroffenen nahezu unmöglich, sich eigenständig und sicher im öffentlichen Raum zu bewegen", hieß es in einer Mitteilung. Viele Betroffene blieben daher zu Hause oder riskierten bei jedem Spaziergang, an Haltestellen oder Straßenüberquerungen zu stürzen und verletzt zu werden. Geräumt werden müsse auch abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Erst am Dienstag hatte die Verkehrsbehörde das Verbot von Streusalz auf Gehwegen bis zum 21. Januar aufgehoben. Das Hamburger Wegegesetz erlaubt auf Gehwegen nur abstumpfende Streumittel wie zum Beispiel Sand oder Splitt.

dpa