Mit dem Abschluss der Rodungsarbeiten an der Welterbestätte Mathildenhöhe in Darmstadt können die Bauarbeiten für das geplante Informationszentrum beginnen. "Wir haben gemeinsam sichergestellt, dass diese seit fast einem Jahrzehnt verfolgten Beschlüsse nun umgesetzt werden können", sagte Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD).
Die Entscheidung für ein Informationszentrum wurde im Jahr 2016 gefasst. Zu diesem Zeitpunkt sei das Zentrum als zentraler Baustein der Welterbe-Vermittlung verankert worden, um Service, Orientierung und Bildungsangebote zu bündeln. Diese Entscheidung sei getroffen worden lange vor der Anerkennung der Mathildenhöhe als Welterbe und seitdem konsequent, fachlich fundiert und zielgerichtet geplant worden, sagte Benz.
Polizei räumte Gelände mit protestierenden Aktivisten
Auf dem Gelände wurden Bäume für die Bauarbeiten gefällt. Benz hob noch einmal die weitestgehend friedlichen Proteste gegen die Rodung hervor. "Friedlicher Protest ist, was unser demokratischer Rechtsstaat bei unterschiedlichen Auffassungen vorsieht und das wurde am Osthang zumeist umgesetzt." Der Fund eine nicht gefüllten aber mit Nägeln bespickten Propangasflasche habe die Grenzen legitimen Protests jedoch überschritten.
Am Donnerstag hatte die Polizei vor der Rodung das mit einigen protestierenden Aktivisten besetzte Gelände geräumt. In der kommenden Woche sollen die Bauarbeiten vorbereitet werden.