Brände Munition in Nachbarhaus – Dorfbewohner wegen Brand evakuiert

In der Nacht zu Dienstag wurden Teile des Ortes Pokrent evakuiert wegen eines Brandes und Munition. (Symbolbild) Foto: Mohssen A
In der Nacht zu Dienstag wurden Teile des Ortes Pokrent evakuiert wegen eines Brandes und Munition. (Symbolbild) Foto
© Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Aufregung mitten in der Nacht: Mehr als 100 Dorfbewohner müssen in Nordwestmecklenburg bei Eiseskälte aus ihren Häusern. Grund ist ein Brand und Munition in einem Nachbarhaus.

Wegen eines Brandes auf einem Grundstück, auf dem auch Munition gelagert wurde, haben Einwohner in Pokrent nachts zeitweise ihre Häuser verlassen müssen. Nach Angaben des Landkreises Nordwestmecklenburg war in der Nacht zu Dienstag eine Scheune in Brand geraten. In einem benachbarten Wohnhaus lagerte demnach der dort wohnende Sportschütze eine größere Menge Munition. Nach Aussage einer Sprecherin der Polizeiinspektion Wismar bewegte sich die Menge im oberen zweistelligen Kilobereich. 

Laut Landkreis betrug der Evakuierungsradius 1.000 Meter. Auch ein Betreuungszug des Katastrophenschutzes war im Einsatz. Nach Polizeiangaben wurden 113 Anwohner bei frostigen Temperaturen evakuiert. Die Sporthalle im benachbarten Lützow stand demnach als Aufenthaltsort zur Verfügung. 

Gasflaschen in Scheune

Neben der Munition und den Minusgraden erschwerten laut Landkreis auch Gasflaschen in der Scheune den Einsatz. Die Feuerwehr habe diese aus der Scheune geholt. Bis zum Morgen konnte die Scheune größtenteils gelöscht werden. Ein Übergreifen auf das Wohnhaus wurde verhindert. Auch die evakuierten Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren.

Laut Polizei waren bis zu 130 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Die Ortsdurchfahrt Pokrent war wegen der Löscharbeiten auch am Vormittag noch voll gesperrt.

Landrat Tino Schomann (CDU) und der Schweriner Innenminister Christian Pegel (SPD) dankten den Einsatzkräften. Pegel betonte auch das verständnisvolle, ruhige und kooperative Verhalten der betroffenen Anwohner.

dpa