Naturschutz
Pfingsten im Grünen – was dabei zu beachten ist

Mit Flora und Fauna sollten die Menschen in der Natur behutsam umgehen. (Symbolbild) Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB
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Wochenendausflug an Pfingsten geplant? Ab in den Wald oder an einen der 2.000 Seen im Land. Warum Wildcampen, Lagerfeuer und laute Nächte im Nationalpark aber teuer werden können.

Die sommerlichen Temperaturen locken am langen Pfingstwochenende in Mecklenburg-Vorpommern viele Menschen in die Natur. Ob Radtour, Spaziergang oder Camping: Wer sich im Grünen aufhält, sollte einiges beachten, um rücksichtsvoll mit Flora und Fauna umzugehen.

Der Nationalpark Müritz etwa wirbt für einen respektvollen Umgang mit der Natur. Gerade jetzt würden viele Vögel brüten und Tiere Nachwuchs bekommen. Wer mit dem Auto komme, solle nur auf dafür ausgewiesenen Flächen parken. Im Park selbst herrsche ein Wegegebot, um die Tiere und ihre Lebensräume vor Unruhe zu schützen. Feuer sei im Wald grundsätzlich untersagt.

Wildcampen verboten

Offizielle Camping- und Caravanstellplätze seien vor allem an Feiertagen und in den Ferien stark gefragt. Ein Lager auf Parkplätzen, Waldwegen oder Wiesen aufzuschlagen, sei aber nicht erlaubt und werde mit einem Ordnungsgeld geahndet. "Wildcampen, am besten noch mit Feuer, Müllansammlungen und weiteren Hinterlassenschaften sind keine Alternative", sagt der Amtsleiter des Müritz-Nationalparks, Ulf Zimmermann.

"In einem Nationalpark hat die Natur nun mal Vorrang", erklärt Zimmermann. Nur wenn die Tier- und Pflanzenwelt möglichst wenig gestört werde, könne sie sich frei entwickeln und sei auf den bestehenden Wegen, Aussichtsplattformen und Stegen auch tagsüber erlebbar. In der Nacht seien Lärm, Licht oder Gerüche besonders störend. "Daher ist das Übernachten im Nationalpark untersagt – bei allem Verständnis für wilde Romantik."

Besondere Orte lieber für sich behalten

Der Verband Deutscher Naturparke rät ebenfalls dazu, in Schutzgebieten am besten ruhig und leise unterwegs zu sein. Hunde sollten besser an der Leine laufen. Beeren und Pilze sollten die Besucher nur in Maßen sammeln, da Wildpflanzen auch die Nahrung vieler Tiere sei. Mitgebrachter Müll müsse auch wieder mitgenommen werden, so der Verband.

An Seen, Flüssen oder Meeren gelte es, einen Abstand zum bewachsenen Ufer zu halten. Und wer einen ganz besonders schönen Ort finde, könne ihn auch für sich behalten, statt ihn über Social Media oder GPS-Tracking zu teilen. So bleibe er vom Massenbesuch verschont.

dpa

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