Volleyball-Bundesliga
Titelverteidiger SSC findet in Suhl seinen Meister

Für Trainer Felix Koslowski und den SSC Palmberg Schwerin ist die Saison beendet. Foto: Jens Büttner/dpa
Für Trainer Felix Koslowski und den SSC Palmberg Schwerin ist die Saison beendet. Foto
© Jens Büttner/dpa
Im Halbfinale ist Schluss für Schwerin. Der VfB 91 Suhl hat sich auch im zweiten Spiel als das bessere Team erwiesen. Am Ende müssen sich die Mecklenburgerinnen mit Bronze zufriedengeben.

Am kommenden Montag heißt es Abschied zu nehmen. Beim Fanfest des SSC Palmberg Schwerin wollen die Clubverantwortlichen bekanntgeben, welche Spielerinnen den Verein verlassen werden. Unüblich ist diese Aktion nicht. Die Veranstaltung findet nach dem Aus im Halbfinale gegen den VfB 91 Suhl Lotto Thüringen eben nur deutlich früher statt als noch im Vorjahr.

Nach dem insgesamt klaren 0:3 am vergangenen Mittwochabend gegen den Pokalsieger ist die Saison für den Titelverteidiger beendet. Suhl kämpft nun gegen den Dresdner SC, der sich in zwei Partien überraschend gegen Hauptrunden-Sieger Allianz MTV Stuttgart durchgesetzt hat, um die Meisterschaft. "Es war schon sehr deutlich, was super schade ist. Aber es war jetzt auch nicht komplett gegen alle Erwartungen", räumte Kapitänin Anne Hölzig nach der Partie ein und ergänzte: "Es ist trotzdem komisch, jetzt so ein abruptes Ende zu haben."

Kapitänin bleibt positiv

Dabei war Schwerin schon der Start in die Saison missglückt. Im Supercup unterlag der SSC dem Dresdner SC. Es folgte die Auftaktniederlage in der Liga in Münster. Im Pokal-Halbfinale musste die Auswahl von Cheftrainer Felix Koslowski Anfang Dezember in Stuttgart antreten - und verlor mit 0:3. Dennoch zog Hölzig ein positives Fazit: "Ich finde, wir haben uns in der Hauptrunde gut gefangen und sind als Mannschaft zusammengewachsen."

In den Playoff-Spielen jedoch gab es zwei Momente, die zeigten, dass es dem jungen Team an Erfahrung gefehlt hat. So feierte der SSC im ersten Viertel-Duell gegen Aachen zwar einen 3:0-Sieg, vergab im zweiten Durchgang nach einer 24:19-Führung jedoch fünf Satzbälle. Im ersten Halbfinalspiel in Suhl wiederum kämpfte sich Mannschaft nach einem 0:2-Satzrückstand wieder zurück, konnte im vierten Abschnitt aber eine 24:21-Führung nicht nutzen, um den Tiebreak zu erzwingen.

dpa