Nach einer lebensgefährlichen Macheten-Attacke auf einen 23-Jährigen in Düsseldorf hat sich der Verdächtige der Polizei gestellt. Gegen den polizeibekannten Mann sei Haftbefehl wegen versuchten Totschlags ergangen, sagte Staatsanwältin Janne Jakobek auf Anfrage.
Als mutmaßliche Tatwaffe sei eine Machete sichergestellt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 24-Jährige seinen Bekannten bei einem Streit umbringen wollte.
Die Tat habe sich in einer Wohnung im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk ereignet. Neben dem Verdächtigen und dem Opfer sollen zwei Zeugen ebenfalls in der Wohnung gewesen sein.
Verletzter schwebt in Lebensgefahr
Der Verletzte konnte am Dienstag aus der Wohnung flüchten und war mit mindestens einer Stichverletzung ins Krankenhaus gebracht worden. Er wurde notoperiert und auf der Intensivstation behandelt. Auch einen Tag später befand er sich weiter in Lebensgefahr.
Die Polizei bildete eine Mordkommission und untersuchte den Bereich in und um ein fünfstöckiges Mehrfamilienhaus. Beamte der Spurensicherung trugen später verpackte Gegenstände aus dem Haus. Die Polizisten fotografierten zudem in einem Innenhof des Hauses und untersuchten Blutspritzer auf dem Bürgersteig vor dem Haus.
Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen Deutsch-Marokkaner. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar. Das Opfer könne derzeit nicht vernommen werden. Der Verdächtige hatte sich noch am Dienstag im Beisein seines Anwalts der Polizei gestellt.