Im NRW-Artenschutzzentrum sind die ersten Feldhamster des Jahres 2026 zur Welt gekommen. "Die ersten Würfe sind da", teilte Tierpfleger Jörg Kritschker der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Artenschutzzentrum in Metelen im Münsterland ist der Dreh- und Angelpunkt der Bemühungen, den Feldhamster in NRW vor dem Aussterben zu bewahren.
Rund 160 Feldhamster werden in dem Artenschutzzentrum einzeln in großen Boxen gehalten. Das Projektteam hat Mitte März 72 Tiere für die Zucht ausgesucht. Ein wichtiges Kriterium bei der Verpaarung ist, die genetische Vielfalt zu sichern. Jeweils ein Weibchen und ein Männchen kamen vier Nächte lang in einer Box zusammen. Nach 19 Tagen Tragezeit ist es dann so weit.
Die Feldhamster im NRW-Artenschutzzentrum sind früher dran mit der Paarung und dem Nachwuchs als ihre Artgenossen in der Freiheit. Das Projektteam steuert den Biorhythmus mit Wärme und dem künstlichen Licht in den Hallen. Die Lichtlänge entspricht bereits dem Stand Mitte April. Auf diese Weise sollen sich die Jungtiere noch im selben Jahr in der Natur reproduzieren können.
Seit 2017 werden Feldhamster im NRW-Artenschutzzentrum nachgezüchtet. Dafür wurden einige freilebende Tiere nahe Zülpich bei Aachen gefangen. Tiere aus einer Zucht in Rotterdam kamen hinzu. Das Zentrum ist im Austausch mit dem Gaia-Zoo Kerkrade. Pro Jahr werden zwischen 200 und 300 Feldhamster aus Metelen ausgewildert. Auch 2026 ist das in NRW geplant. Zahlreiche Tiere aus Metelen sind auch in den Niederlanden und Belgien ausgewildert worden.