Gesundheit
Uni-Klinikum Halle startet Ambulanz für Tropenmedizin

In der Universitätsmedizin werden künftig Patienten mit Tropenkrankheiten und komplizierten Infektionen ambulant behandelt. (Sym
In der Universitätsmedizin werden künftig Patienten mit Tropenkrankheiten und komplizierten Infektionen ambulant behandelt. (Symbolbild) Foto
© Stephen Morrison/epa/dpa-tmn
Fieber nach Fernreise? Die neue Ambulanz in Halle nimmt sich ungewöhnlicher Infektionen an - von Malaria-Verdacht bis HIV-Beratung. Was Patientinnen und Patienten erwartet.

Wer nach einer Fernreise krank wird oder unter wiederkehrenden Infektionen leidet, kann sich künftig in Halle an eine neue Spezialambulanz wenden. Wie das Universitätsklinikum Halle mitteilte, eröffnet die Universitätsmedizin am 27. April eine Ambulanz für Infektiologie und Tropenmedizin. Dort sollen Patientinnen und Patienten mit komplexen oder unklaren Infektionen ambulant untersucht und behandelt werden.

Breites Spektrum an Infektionen

Nach Angaben der Klinik richtet sich das Angebot unter anderem an Reiserückkehrer mit Fieber oder Durchfallerkrankungen sowie an Menschen mit langwierigen oder schwer zu diagnostizierenden Infektionen. Auch sexuell übertragbare Krankheiten und komplizierte Verläufe bakterieller oder viraler Infektionen gehören zum Spektrum.

Die neue Einrichtung solle eine wohnortnahe und zugleich hoch spezialisierte Versorgung ermöglichen, teilte der Leiter der Klinischen Infektiologie, Stefan Moritz, mit. Gerade bei unklaren oder langwierigen Infektionserkrankungen sei eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidend, "diese können wir hier auf universitärem Niveau anbieten".

Fokus auf Tropenmedizin

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Tropenmedizin. Die Ambulanz soll etwa bei Verdacht auf Malaria oder seltene, aus dem Ausland eingeschleppte Infektionen helfen. Nach Angaben der Universitätsmedizin ist ein derart umfassendes Angebot in Sachsen-Anhalt bislang einmalig.

Auch Unterstützung für niedergelassene Ärzte

Die neue Einrichtung baut auf bestehenden Angeboten auf, etwa einer HIV-Schwerpunktsprechstunde und reisemedizinischen Beratungen. Künftig sollen auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte Unterstützung erhalten, etwa bei Fragen zu Infektionsrisiken oder zur sogenannten Postexpositionsprophylaxe nach möglichen Ansteckungen.

dpa

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