Sachsen-Anhalts Bauern haben in diesem Jahr mehr Winterweizen und Winterraps angebaut. Die Winterweizenfläche stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 308.000 Hektar, wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte. Damit bleibt Winterweizen die wichtigste Getreideart im Land.
Mehr Fläche für Weizen und Raps
Auch die Anbaufläche für Winterraps legte zu - um 2,4 Prozent auf 126.600 Hektar. Insgesamt wächst Getreide zur Körnergewinnung in Sachsen-Anhalt nach ersten Schätzungen auf rund 498.400 Hektar. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber 2025.
Rückgänge gibt es dagegen bei mehreren anderen Kulturen. Die Roggenfläche schrumpfte um 6,9 Prozent auf 47.200 Hektar. Auch Kartoffeln und Zuckerrüben werden auf weniger Fläche angebaut. Bei Kartoffeln ging die Fläche um 11,5 Prozent auf 13.100 Hektar zurück, bei Zuckerrüben um 8,0 Prozent auf 44.400 Hektar.
Maisanbau deutlich ausgeweitet
Deutlich ausgeweitet wurde dagegen der Anbau von Körnermais einschließlich Corn-Cob-Mix. Hier verzeichnet das Landesamt ein Plus von 12,5 Prozent auf 41.900 Hektar. Beim Corn-Cob-Mix werden Maiskörner zusammen mit Teilen des Kolbens geerntet und meist als Futtermittel oder für Biogasanlagen genutzt.
Die Angaben beruhen auf einer Erhebung vom April und gelten noch als vorläufig. Endgültige Zahlen zum tatsächlichen Anbau will das Landesamt Anfang August mit der Bodennutzungshaupterhebung veröffentlichen.