Prozess in Stendal
Urteil erwartet: 38-Jähriger erwürgte Ehefrau in „Liebeszelle"

Der Prozess gegen den 38-jährigen Angeklagten hatte im Dezember begonnen. (Archivbild) Foto: Christopher Kissmann/dpa
Der Prozess gegen den 38-jährigen Angeklagten hatte im Dezember begonnen. (Archivbild) Foto
© Christopher Kissmann/dpa
Eine 35-Jährige verbringt im Gefängnis Zeit mit ihrem Ehemann – für die Frau endet der Besuch tödlich. Der Prozess geht nun auf ein Ende zu. Welche Strafe erwartet den Angeklagten?

Seit Anfang Dezember verhandelt das Landgericht Stendal wegen Totschlags gegen den 38-jährigen Deutschen. Der Vorwurf: Er soll seine Ehefrau so stark gewürgt haben, dass die 35-jährige Franziska A. an Folgen starb. Sie hatte ihren Mann Gefängnis besucht, in einer sogenannten Liebeszelle konnten sie unbeobachtet gemeinsame Stunden verbringen. 

Der Beschuldigte selbst äußerte sich zur Tat nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Am Dienstag sollen die Plädoyers gesprochen werden, danach wird das Urteil erwartet.

Die Tat ereignete sich Anfang April 2025 in der Justizvollzugsanstalt Burg, dem größten und modernsten Gefängnis in Sachsen-Anhalt. In der Liebeszelle, ausgestattet mit Sofa, Kochnische und Dusche, können Häftlinge für mehrere Stunden unbeaufsichtigt Zeit mit Partnern oder Familienangehörigen verbringen.

Über das Projekt

Ein Team des stern hat versucht, alle Partnerschaftstötungen des Jahres 2025 und ihre Hintergründe zu dokumentieren – und will in diesem Projekt von den Opfern erzählen. Wenn Sie weiterlesen möchten:

 

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dpa