Im Prozess gegen einen Iraker wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland soll am Donnerstag (9.00 Uhr) das Urteil gesprochen werden. Das teilte das Oberlandesgericht in Naumburg mit. Es wirft dem Mann vor, sich spätestens im Frühsommer 2014 im Irak der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen und ihr bis in den Herbst 2016 angehört zu haben.
Der Angeklagte hatte zum Prozessauftakt in Halle Anfang Dezember vergangenen Jahres zu den Vorwürfen geschwiegen. Der 33-Jährige soll den Treueeid auf den damaligen Führer des IS abgelegt haben. Anschließend soll er in militärischer Funktion tätig gewesen sein und an im Einzelnen nicht bekannten Kampfhandlungen teilgenommen haben. Zudem sei er als stellvertretender Bataillonsführer im Führungsstab einer Kampfeinheit tätig gewesen, hieß es.
Die Urteilsverkündung soll im Hochsicherheitstrakt im Justizzentrum in Halle stattfinden. Der Prozess war von Beginn an unter strengen Sicherheitsvorkehrungen abgehalten worden. Ursprünglich hatte der Staatsschutzsenat Verhandlungstermine bis zum 13. Februar angesetzt.