Nachts im Weinberg
Weinbauern schützen Reben vor spätem Frost

Till Neumeister, Weinbauleiter, entzündet ein Feuer zwischen den Rebstöcken in einem Weinberg. Foto: Robert Michael/dpa
Till Neumeister, Weinbauleiter, entzündet ein Feuer zwischen den Rebstöcken in einem Weinberg. Foto
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Erste grüne Knospen an den Reben: Um Schäden durch Nachfrost zu verhindern, setzen Winzer auf Schloss Wackerbarth auf Kerzen und Rauchfeuer.

Angesichts der späten Nachtfröste schützen Obst- und Weinbauern ihre Anbauflächen teils mit Kerzen oder Feuern. Der Weinbauleiter von Schloss Wackerbarth, Till Neumeister, sagte: "Unsere Reben auf unserer Weinbaufläche in Weinböhla sind vom Entwicklungsstadium her jetzt gerade im Knospenaufbruch. Das heißt, wir sehen die ersten Grünteile an den Knospen." 

Um diese Reben zu schützen, aus denen später die Triebe werden, an denen die Trauben hängen, seien als Umrahmung der Flächen etwa 250 bis 300 Kerzen aufgestellt worden. Etwa alle vier Meter steht eine Kerze. Sie trügen mit ihrer Thermik dazu bei, dass die kalte Luft aus dem relativ flachen Weinberg schneller abfließt. Auf dem Weinberg mit etwa zehn Hektar Fläche stünden rund 50.000 Reben. 

Auf anderen Flächen setze man statt auf Kerzen auf klassische Rauchfeuer aus Holzscheiten und Holzkohle, sagte Weinbaumeister Neumeister.

Verbreitet hatte es in der Nacht in Sachsen Frost und auch Frost in Bodennähe gegeben, wie Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. Es seien bis zu Minus 3 oder 4 Grad Celsius erreicht worden. Mit Blick nach vorn sagte Engelmann: "Es wird in weiten Teilen milder". In den Hochtälern im Erzgebirge oder im Vogtland könnten auch in den kommenden Nächten Temperaturen unter null Grad erreicht werden.

dpa