Ein halbes Jahr nach einem schweren Waldbrand auf der Saalfelder Höhe ist auf einem Teil der geschädigten Fläche neues Saatgut zur Wiederbewaldung aufgebracht worden – mit einer Drohne. Auf dem Gelände bei Gösselsdorf, einem Ortsteil von Saalfeld, stellten Schnee, Nebel und minus drei Grad Celsius Menschen und Technik vor Herausforderungen. Das Saatgut für Kiefern, Lärchen und Birken sollte auf rund drei Hektar Fläche ausgestreut werden, wie der Saalfelder Stadtförster Alexander Krieck sagte. Die betroffene Fläche gehört zum Kommunalwald der Stadt.
Anfang Juli 2025 hatte auf der Saalfelder Höhe ein Großbrand gewütet, betroffen waren nach früheren Angaben der Landesforstanstalt rund 82 Hektar Fläche, darunter 10 Hektar Kommunalwald. Ein Großteil der Schadensflächen gehört privaten Waldbesitzern.
Drohnenaussaat als Testlauf
Die Aussaat per Drohne sei eine Art Testlauf, sagte Krieck. "Wir haben noch nicht so viel Erfahrung mit dieser Methode." Ohnehin könne vorerst nur auf einem Teil der brandgeschädigten Fläche Saatgut ausgebracht werden, da die verbrannten Baumreste bislang nicht auf dem gesamten kommunalen Waldgelände gefällt werden konnten. Für die Aussaat mit der Drohne müsse die Fläche aber vollständig frei sein.
Das Winterwetter sei dabei nicht beeinträchtigend – im Gegenteil. Das Saatgut mancher Baumarten benötige Frost als Anreiz zur Keimung, die dann allerdings erst bei einer gewissen Wärme eintrete. "Das Saatgut erfriert nicht."