Untersuchungshaft "Freiheitsfest" für inhaftierten Michael Ballweg: Wie die Querdenker sich mühen, ihre Bewegung zusammenzuhalten

Michael Ballwegs Anhänger veranstalten ein "Freiheitsfest"
Michael Ballwegs Anhänger veranstalten ein "Freiheitsfest"
© Ingrid Eissele
Es ist still geworden um Michael Ballweg und die von ihm initiierte Initiative "Querdenken 711". Ballweg sitzt seit fünf Monaten in Untersuchungshaft – wegen des Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen Betrugs und Geldwäsche. Seine Anhänger ficht das nicht an. Sie feiern ihn als Opfer der Justiz und als "politischen Gefangenen".

Es ist viel von Liebe die Rede an diesem Abend, auf dem Parkplatz vor der JVA in Stuttgart-Stammheim, bei acht Grad und Nieselregen. Noch bevor die Demo beginnt, macht der Versammlungsleiter, den sie "Chris" nennen, einer jungen Frau an seiner Seite öffentlich einen Heiratsantrag. "Mein Schatz Theresa", sagt er, "ich liebe dich unheimlich, du bist meine Traumfrau. Möchtest du mich heiraten?" Sie blickt verlegen, sagt aber sofort ja. In einem Monat seien sie zu dritt. Und dieses private Glück verdanke er auch Michael Ballweg. "Seit über zwei Jahren sind wir an deiner Seite, Michael, und ich würde mir wünschen, dass du der Patenonkel unseres Kindes werden willst."

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