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Facebook-Aufruf "Herzensangelegenheit" nach Todes-Fahrt von Witzenhausen: Eltern erhalten letztes Andenken an ihre Tochter zurück

Nach der tödlichen Fahrt von Witzenhausen suchten die Eltern des dabei getöteten achtjährigen Mädchens verzweifelt nach einem Stein, den das Kind zuvor bemalt hatte. Inzwischen tauchte er auf.

Die Eltern eines Mädchens, das bei einem Autounfall im nordhessischen Witzenhausen ums Leben kam, hatten über Facebook einen Suchaufruf für einen bemalten Stein ihrer Tochter gestartet. Bei einer der letzten Familien-Wanderungen hatte das Mädchen zuvor den Stein im Harz abgelegt.

Mittwochmittag dann erreichte ein Anruf die Suchenden. Eine Familie aus der Nähe von Hamburg meldete sich bei einem Radiosender. Auch jene Familie sei, wie die Familie des verstorbenen Mädchens, zur ähnlichen Zeit im Harz zum Wandern gewesen. Der Sohn der Familie habe den Stein dabei entdeckt und ihn eingepackt, wie die "Volksstimme" auf ihrer Internetseite zusammenfasst, die zuerst über den Fund berichtet hatte.

Witzenhausen: "Herzensangelegenheit" ging in Erfüllung

Auf dem Stein ist ein Flamingo abgebildet. Die Mutter der verstorbenen Achtjährigen beschrieb es in einem Internet-Post als "Herzensangelegenheit", den von ihrer Tochter einst bemalten Stein zu finden. Dieser Wunsch ging nun in Erfüllung, wie die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" ("HNA") auf Facebook berichtete.

Im nordhessischen Witzenhausen war vergangene Woche ein 30-jähriger Mann mit einem Auto in eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern auf einem Gehweg vor einer Kita gefahren. Das achtjähriges Mädchen erlag wenige Stunden später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Zwei Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren wurden schwer verletzt. Gegen den Fahrer wird wegen Mordverdachts ermittelt.

Facebook-Aufruf: "Herzensangelegenheit" nach Todes-Fahrt von Witzenhausen: Eltern erhalten letztes Andenken an ihre Tochter zurück

Polizei und Staatsanwalt gehen dem Verdacht nach, dass er den Wagen womöglich vorsätzlich in die Gruppe gelenkt hat. Der 30-Jährige war in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden. Es gebe Verdachtsmomente dafür, dass er "an einer beträchtlichen psychiatrischen Erkrankung leidet und diese nach derzeitigem Erkenntnisstand ursächlich für den Tatentschluss gewesen sein könnte", hatten die Ermittler erklärt.

Quelle:  "Volksstimme", Facebook-Account "HNA", DPA

km

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