Heuschnupfen Tricks gegen die Triefnase


Kein Picknick auf der Wiese, kein Biergartenbesuch - Heuschnupfen kann manchmal wirklich nerven. Mit einigen Tricks kann man dafür sorgen, dass die Allergie den Alltag nicht allzusehr einschränkt.

"Das beste Mittel gegen Heuschnupfen ist, das Allergen zu meiden. Aber natürlich kann der Betroffene sich nicht ständig während der Pollenflugsaison im Haus aufhalten. In der Autolüftung eingebaute Pollenfilter und auch der Pollenflugdienst sind hilfreich", sagt Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Universitätsklinik Bonn, Friedrich Bootz. Gegen geschwollene und tränende Augen kann der Geplagte nach Bedarf antiallergische Augentropfen anwenden. Bei starken und akuten Nasenbeschwerden helfen Antihistaminika schnell. Einige dieser antiallergischen Tabletten können den Patienten jedoch müde machen.

"Cortison-Angst ist unnötig"

Cortisonhaltige Nasensprays eignen sich für eine konsequente Langzeitanwendung und sind gut verträglich. "Die Cortison-Angst ist bei den modernen Präparaten unnötig, denn das Cortison ist an riesige Zuckermoleküle gebunden und kann so nicht in den Blutkreislauf gelangen", erklärt Markus Bücheler, Oberarzt an der Bonner Hals-Nasen-Ohren-Klinik.

Fenster zu und Haare waschen

Bewährt haben sich auch folgende Tipps: Die Schlafzimmerfenster sollte man möglichst mit pollenfilternder Gaze abkleben und möglichst geschlossen halten. Zum Lüften nutzt man am besten den Zeitpunkt, an dem die geringste Pollenkonzentration in der Luft vorhanden ist. Auf dem Land ist das abends zwischen 19 und 24 Uhr. In städtischen Gebieten zwischen 6 und 8 Uhr.

Die Haare sollte man am besten abends vor dem Schlafengehen waschen. Regelmäßiges Staubsaugen in der Wohnung, um Pollen von Teppichen und Möbeln zu entfernen, macht den Betroffenen das Leben ebenfalls leichter. Und die Straßenbekleidung sollte nie im Schlafzimmer abgelegt werden.

Weiter raten Experten zum täglichen Blick in die Zeitung wegen der aktuellen Pollenflugvorhersage. In Apotheken oder bei Ärzten sind zudem Pollenflug-Kalender erhältlich.

Wer nicht genau weiß, wogegen er allergisch reagiert, sollte auf jeden Fall beim Arzt erst einmal einen Allergietest machen lassen: "Gut informiert können Sie am ehesten Ihre Pollen meiden - je weniger Sie mit ihnen in Kontakt kommen, desto besser", rät der Allergikerbund.

AP AP

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